Passion
März 2027 | ||||||
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Passion | Máté Bella – András Almási-Tóth
Zeitgenössisch | Oper | Oratorium
Spieldauer: 2 Stunden 30 Minuten inklusive einer Pause
Sprache: Ungarisch
Übertitel: Ungarisch, Englisch
Nach seiner Einakter-Oper Frühlingserwachen, in Zusammenarbeit mit der Franz-Liszt-Musikakademie, und der Orchestrierung von L’incoronazione di Poppea, uraufgeführt in den Eiffel Art Studios, präsentiert die Ungarische Staatsoper nun erstmals ein Werk des Komponisten Máté Bella im Opernhaus. Der mit dem Erkel-Ferenc-Preis und dem Béla-Bartók–Ditta-Pásztory-Preis ausgezeichnete Komponist hat bereits in einem breiten Spektrum musikalischer Stile Spuren hinterlassen – von Kammermusik und Orchesterwerken bis hin zu Bühnenmusik und Popmusik. Nun wendet er sich erneut der klassischen Musikbühne zu und hat ein Opernoratorium geschaffen, das die Passion Christi thematisiert. Ein besonders markantes dramaturgisches Merkmal der Komposition, die für den Stipendienwettbewerb der Ungarischen Akademie der Künste geschrieben wurde, ist ihre rückwärts erzählte Struktur: Die Geschichte entfaltet sich von Jesu Tod bis zum Letzten Abendmahl. Diese Behandlung der Zeit eröffnet neue Perspektiven und verlegt den dramatischen Höhepunkt nicht in die Kreuzigung selbst, sondern in den Moment, in dem Jesus am Gründonnerstag seinen Weg bewusst wählt. Die Uraufführung des Werks inszeniert András Almási-Tóth, künstlerischer Direktor der OPERA und Librettist des Stücks. Das Libretto verlagert den Fokus weg von der physischen Brutalität der Passionsgeschichte und erforscht stattdessen den menschlichen und spirituellen Prozess, durch den Jesus sein Schicksal bewusst annimmt und erfüllt. Ziel der Autoren ist es, das Genre Opernoratorium neu zu interpretieren und es den Generationen Y und Z näherzubringen, ohne musikalische oder konzeptionelle Tiefe zu opfern. Dieses Werk ist nicht nur eine Aufführung, sondern ein Dialog über Glauben, Entscheidung und Verantwortung sowie über die Bedeutung dieser zweitausend Jahre alten Geschichte für ein zeitgenössisches europäisches Publikum heute.
Diese Aufführung verwendet das Parsifal-Bühnenbild von Sebastian Hannak.
Hinweis für Eltern: Die Aufführung wird für Kinder unter 12 Jahren nicht empfohlen.
Programm und Besetzung
Dirigent: Adam Cser
Jesus: Botond Pál (Opernstudio)
Pilatus: Zsolt Haja
Kaiphas: Károly Szemerédy
Petrus: Gergely Ujvári
Judas: Artúr Szeleczki
1. Räuber: Gergely Halász (Opernstudio)
2. Räuber: Attila Dobák
Magd: Lilla Horti
Mit dem Orchester und Chor der Ungarischen Staatsoper
Regie: András Almási-Tóth
Kostümbildnerin: Lili Izsák
Bewegungsregie: Eszter Lázár
Chorleiter: Gábor Csiki
Komponist: Máté Bella
Librettist: András Almási-Tóth
Ungarische Staatsoper
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Das Gebäude der Ungarischen Staatsoper (ungarisch: Operaház) ist eines der prachtvollsten Beispiele der Neorenaissance-Architektur im Stadtteil Pest der ungarischen Hauptstadt Budapest. Zu finden ist es im VI. Bezirk (Terézváros) an der Andrássy út 22.
Das Opernhaus wurde zwischen 1875 und 1884 errichtet und von der Stadt Budapest sowie Kaiser Franz Joseph finanziert. Das Ungarische Königliche Opernhaus, wie es damals hieß, wurde am 27. September 1884 feierlich eröffnet. Das Gebäude ist überaus reich geschmückt mit barocken Elementen, mit zahlreichen Ornamenten, Gemälden und Skulpturen. Besonders erwähnenswert sind die Wandgemälde in Treppenaufgängen und dem Zuschauerraum der Oper, welche von Bertalan Székely, Mór Than und Károly Lotz angefertigt wurden. Die Budapester Oper gilt als eines der Meisterwerke von Miklós Yblund als eines der schönsten Opernhäuser der Welt.
Vor dem Gebäude findet man jeweils eine Statue von Ferenc Erkel, dem Komponisten der ungarischen Nationalhymne, und von Franz Liszt, beide geschaffen von Alajos Stróbl.
Ferenc Erkel war der erste Direktor der Oper, aber auch der bedeutende österreichische Komponist Gustav Mahler hielt hier von 1888 bis 1891 das Direktorenamt inne. Selbst Puccini hat zweimal persönlich die Premieren seiner Opern hier inszeniert.
Viele wichtige Künstler waren da Gäste, inklusiv der Komponist Gustav Mahler, der an Direktor der Budapester Staatsoper von 1887 bis 1891 war. Er hat zum internationalen Ansehen dieser Institution beigetragen. Wagners Opern wurden aufgeführt, sowie Magcagnis Cavalleria Rusticana. Die ungarische Staatsoper erhielt immer einen professionellen Standard, viele internationale Persönlichkeiten wie: Renée Fleming, Cecilia Bartoli, Monserrat Caballé, Placido Domingo, Luciano Pavarotti, José Cura, Thomas Hampson and Juan Diego Flórez wurden eingeladen auf der Bühne aufzutreten. Die ungarische Besetzung inkludierte unter anderem hervorragende und berühmte Künstler wie: Éva Marton, Ilona Tokody, Andrea Rost, Dénes Gulyás, Attila Fekete and Gábor Bretz.
Zu den bedeutenden Dirigenten der Staatsoper gehören Otto Klemperer, Sergio Failoni und Lamberto Gardelli. Zweite Spielstätte der Ungarischen Staatsoper ist das Erkel Theater.

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