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Orpheus und Eurydike

VenueNationaltheater München
CalendarFr. 09 Apr. 2027 - Fr. 16 Apr. 2027
Inhalt / Details

Über die Produktion

Orpheus und Eurydike von Christoph W. Gluck in der Tanzopernfassung von Pina Bausch zählt zu den bedeutendsten Werken der legendären Tanztheater-Choreografin. Die Handlung basiert auf dem antiken Mythos von Orpheus und Eurydike. In Pina Bauschs Interpretation von Glucks spätbarocker Tanzoper sind Tänzerinnen und Tänzer sowie Sängerinnen und Sänger gleichberechtigt in das Bühnengeschehen eingebunden. Während Orchester und Chor im Graben musizieren, entfaltet sich auf der Bühne ein zutiefst menschliches romantisches Drama. Die Figuren Orpheus, Eurydike und Amor werden jeweils doppelt verkörpert – durch Tanz und Gesang –, wodurch sich emotionale Zustände und innere Konflikte auf vielschichtige Weise überlagern. Orpheus und Eurydike wird ausschließlich im Rahmen der Ballettfestwoche 2027 in insgesamt acht Vorstellungen aufgeführt.

 

Handlung

 

Erster Akt

Gemeinsam mit Hirten und Hirtinnen beweint Orpheus am Grab der Eurydike deren Verlust. Als er die Götter um Gnade bittet, erscheint Amor, der Liebesgott, mit der Nachricht, dass Zeus (Jupiter) dem Sänger den Abstieg zum Hades erlaube: Wenn es ihm gelingt, die Furien dort mit seinem Gesang zu rühren, darf er Eurydike wieder zu den Lebenden zurückführen, unter der Bedingung, dass er sich beim Rückweg nicht zu ihr umsieht. Orpheus dankt, nimmt seine Leier und macht sich auf den Weg.

 

Zweiter Akt

Dem Sänger gelingt es erst durch hartnäckiges Spielen und Singen, die Wächter des Hades (Cerberus) zu besänftigen, die ihn zunächst zurückweisen, dann aber doch einlassen. Orpheus betritt das Elysium, die Heiterkeit der seligen Geister umfängt ihn, doch er kann seine Unruhe erst ablegen, als seine Gattin, von den Klängen seiner Leier angelockt, erscheint. Er schließt seine Augen und dreht sich um, nimmt sie an der Hand und läuft hinaus, ohne sich umzusehen.

 

Dritter Akt

Als sie bereits fast ans Tageslicht treten, klagt Eurydike, dass ihr Mann sie nicht ansehe, also nicht mehr liebe und sie lieber in die Unterwelt zurückkehren wolle. Der gerührteOrpheus kommt nicht umhin, sich umzudrehen, und in diesem Moment bricht sie auch zusammen. Erneut beklagt er sein Leid und will sich erstechen, den gezückten Dolch entreißt ihm aber Amor, der Eurydike wiedererwachen und die Oper glücklich enden lässt.

Premiere am 9. April 2027

Choreografie: Pina Bausch. Musik: Christoph W. Gluck.

Eine Koproduktion des Bayerischen Staatsballetts und der Pina Bausch Foundation.

Besetzung

Besetzung

Musikalische Leitung: Christopher Moulds

Choreografie: Pina Bausch

Mitarbeit: Hans Pop

Bühnen- und Kostümbild: Rolf Borzik

Künstlerische Leitung: Clémentine Deluy

Probenleitung: Pau Aran Gimeno, Malou Airaudo, Dominique Mercy, Josephine Ann Endicott, Tsai-Chin Yu

Szenische Einstudierung der Sängerinnen und Sänger: Bénédicte Billiet

Adaption Bühnenbild: Gerburg Stoffel

Adaption Kostüme: Petra Leidner

Adaption Licht: Zeynep Kepekli

Produktionsleitung Pina Bausch Foundation: Gesa Linnéa Hocke

Choreinstudierung: Martin Steidler

Orpheus: Avery Amereau

Euridike: Elene Gvritishvili

Amor: Carine Tinney

Ensemble des Bayerischen Staatsballetts

Bayerisches Staatsorchester

Veranstaltungsort
Nationaltheater München

Am Anfang der Geschichte der Münchner Oper steht der höfische Prunk des jungen italienischen "dramma per musica", jener neuen, zunächst elitären, später aber - in Venedig - schnell volkstümlich werdenden Form musikalischen Theaters. Der Kurfürst Ferdinand Maria errichtete im Herkulessaal der Residenz ein Saaltheater, in dem vor der Hofgesellschaft die ersten italienischen Operndarstellungen inszeniert wurden. Gleichzeitig baute er nach einem Plan seines Vaters Maximilian I. das erste freistehende Opernhaus Deutschlands, indem er das alte Kornhaus, den sogenannten "Haberkasten" am Salvatorplatz, zu einem Barocktheater umgestaltete. Die höfische Ausstattungsoper bediente sich dabei meist mythologischer Stoffe und allegorischer Figuren zur Huldigung an den Fürstenhof. Oft trat die technische Ausstattung mit Flugmaschinen, Seeschlachten und Triumphzügen in Wettstreit mit der Musik.



Unter der Regierung des Kurfürsten Max II. Emanuel in den Jahren 1679 bis 1726 setzte die italienische Oper ihren Siegeszug in München fort. Sein Nachfolger Max III. Joseph ließ dann auch von Francois Cuvilliés das "teatro nuovo pressa la residenza", das Residenztheater erbauen - auch heute noch als "Cuvilliés-Theater" Opernbesuchern aus aller Welt ein Begriff. Aus dem "dramma per musica" war inzwischen die "opera seria" mit dem Kult der Arie, des Belcanto, der Primadonnen und Kastraten geworden. Allmählich entwickelten sich aber überall aus der Bürgerschicht volkstümliche Opern und Singspiele. Die Stoffe der Mythologie und der Fürstenhuldigung wichen lebensnäheren Bezügen aus dem bürgerlichen Bereich. Neue entscheidende Anstöße kamen dabei etwa aus der revolutionären französischen "opéra comique" oder dem Wiener und Leipziger Singspiel.


Aus einer Mischung verschiedenster Stilelemente besteht die "opera buffa", die Mozart mit 19 Jahren noch unter der Regentschaft von Max III. Joseph als seine erste Münchner Auftragsoper mit dem Titel La finta giardiniera komponiert hatte. Sechs Jahre später schrieb er im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor seine "opera seria", den Idomeneo zu Ende, ein Werk das - am 29. Januar 1781 im Residenztheater uraufgeführt - für den 25-jährigen Mozart einen entscheidenden Durchbruch bedeutete.

 

Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz in München ist der Spielort der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts.

 

Das Nationaltheater können Sie sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des MVV sehr gut erreichen. 

 

Mit dem MVV

S-Bahn: S 1 - 8 Marienplatz
U-Bahn: U 3, 6 Marienplatz, U 3 - 6 Odeonsplatz
Bus: 52, 131 Marienplatz, 100 Odeonsplatz
Straßenbahn: 19 Nationaltheater 


Mit dem Auto 

Anfahrt über den Altstadt-Ring in die Maximilianstraße. 

Parkgarage Max-Joseph-Platz: geöffnet Montag bis Sonntag 6.00 Uhr morgens - 2.00 Uhr nachts

Von 18 Uhr bis 8 Uhr können Sie die Nachtpauschale von € 10,- in Anspruch nehmen.

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