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Mazeppa

VenueNationaltheater München
CalendarMo. 15 März 2027 - Mi. 31 März 2027
Inhalt / Details

Handlung

Erster Akt

Szene 1 (Anwesen der Kotschubejs am Ufer des Dnjepr): Im Hause der Kotschubejs im Dorf Poltawa ist der Hetman (Kosakenhauptmann) Mazeppa, der Oberbefehlshaber der ukrainischen Truppen, zu Gast. Maria, die Tochter der Kotschubejs, liebt ihn und muss deshalb ihren Jugendfreund Andrej, als er ihr seine Liebe gesteht, zurückweisen. Als Mazeppa selbst bei Marias Vater um ihre Hand anhält, nimmt ihn dieser erst nicht ernst. Schließlich ist Mazeppa sehr alt und außerdem Marias Patenonkel. Mazeppa aber erzählt, Maria liebe ihn bereits und sei vielleicht schon schwanger von ihm. Da wird Kotschubej wütend und verweist ihn seines Hauses. Mazeppa ruft seine Wache und kurz, bevor es zu einem Kampf kommt, wirft sich Maria selbst dazwischen. Der Hetman stellt sie vor die Wahl mit ihm zu gehen oder zu Hause zu bleiben und ihn nie wieder zu sehen. Maria hält zu Mazeppa und wird von den Kosaken mitgenommen.

Szene 2 (ein Zimmer im Haus der Kotschubejs): Ljubow trauert um den Verlust ihrer Tochter und versucht, ihren Mann zu einem Kampf gegen Mazeppa zu bewegen. Wassili Kotschubej aber spinnt eine Intrige: Aus der Zeit der Freundschaft mit Mazeppa weiß er, dass dieser eine Verschwörung gegen den Zaren Peter den Großen zur Befreiung der Ukraine plante. Diese will er dem Zaren verraten. Andrej, nach der Zurückweisung von Maria verzweifelt, erklärt sich bereit, die Nachricht zu überbringen.

 

Zweiter Akt

Szene 1 (Verlies in Mazeppas Schloss, des Nachts): Der Plan ging schief. Mazeppa, der immer das Vertrauen des Zaren hatte, lastet die Verschwörung Kotschubej an. Dieser gesteht unter Folter und wird zum Tode verurteilt. Jetzt sitzt er im Gefängnis. Orlik versucht noch erfolglos, das Versteck seiner Reichtümer aus ihm herauszupressen.

Szene 2 (auf einer Terrasse von Mazeppas Schloss, dieselbe Nacht): Maria weiß nichts von ihrem Vater, spürt aber, dass etwas nicht stimmt. Sie fühlt sich vernachlässigt, da Mazeppa ständig arbeitet. Mazeppa versucht, sie zu beruhigen, und weiht sie in seinen Umsturzplan ein. Er fragt sie erneut, ob sie ihn mehr liebe als ihren Vater. Mazeppa geht um Verzeihung bittend, und Maria kommen erste Zweifel. Von ihrer Mutter, die sich heimlich zu ihr schleicht, erfährt sie, dass Mazeppa ihren Vater hinrichten werde.

Szene 3 (Richtstätte bei den Wallanlagen): Fassungslos eilen Maria und Ljubow zum Richtplatz, um Gnade zu erflehen, kommen aber zu spät. Kotschubej und sein Freund Iskra werden hingerichtet.

 

Dritter Akt

Zwischenspiel (Schlacht bei Poltawa) Der Krieg zwischen den Schweden und den verbündeten Kosaken Mazeppas und Russland ist ausgebrochen. Sinfonische Musik malt die Schlacht bei Poltawa nach. Die russischen Truppen haben die Oberhand gewonnen.

Szene 1 (Ruinen des Kotschubej-Hauses): Andrej erscheint aus dem Gebüsch und erkennt den inzwischen verwüsteten Garten der Kotschubejs wieder. Da taucht auch Mazeppa auf, der inzwischen zum Gejagten geworden ist. Er wird von Andrej angeklagt und bedroht. Mazeppa erschießt ihn im Duell. Da erscheint auch Maria, die den Verstand verloren hat. Sie erkennt Mazeppa nicht mehr und dieser lässt sie fliehend zurück. Sie findet den sterbenden Andrej und wiegt ihn wie ein Kind in ihren Armen.

Premiere am 15. März 2027

Komponist: Pjotr Tschaikowski. Text vom Komponisten, basierend auf dem Libretto von Victor Burenin nach dem Gedicht Poltawa von Alexander Puschkin.

Oper in drei Akten (sechs Szenen) (1884)

Empfohlen ab 14 Jahren.

In russischer Sprache mit Übertiteln in Deutsch und Englisch. Neuproduktion.

Einführungen (auf Deutsch) finden eine Stunde vor Beginn jeder Vorstellung (außer der Premiere) im Capriccio-Saal statt. Begrenzte Sitzplatzkapazität, Dauer ca. 20 Minuten.

Besetzung

Besetzung

Dirigent: Daniele Rustioni (2027: 15., 18., 21., 24., 27. März), Timur Zangiev (2027: 31. März)

Regie: Dmitri Tcherniakov

Kostümbild: Elena Zaytseva

Licht: Gleb Filshtinsky

Chor: Christoph Heil

Dramaturgie: Tatiana Werestchagina, Malte Krasting

Mazeppa: Vladislav Sulimsky

Kotschubej: Alexander Tsymbalyuk

Ljubow: Ekaterina Gubanova

Maria: Olga Kulchynska

Andrej: Bekhzod Davronov

Orlik: Alexei Botnarciuc

Iskra: Anton Rositskii

Ein betrunkener Kosak: Alexey Dolgov

Bayerisches Staatsorchester

Chor der Bayerischen Staatsoper

Veranstaltungsort
Nationaltheater München

Am Anfang der Geschichte der Münchner Oper steht der höfische Prunk des jungen italienischen "dramma per musica", jener neuen, zunächst elitären, später aber - in Venedig - schnell volkstümlich werdenden Form musikalischen Theaters. Der Kurfürst Ferdinand Maria errichtete im Herkulessaal der Residenz ein Saaltheater, in dem vor der Hofgesellschaft die ersten italienischen Operndarstellungen inszeniert wurden. Gleichzeitig baute er nach einem Plan seines Vaters Maximilian I. das erste freistehende Opernhaus Deutschlands, indem er das alte Kornhaus, den sogenannten "Haberkasten" am Salvatorplatz, zu einem Barocktheater umgestaltete. Die höfische Ausstattungsoper bediente sich dabei meist mythologischer Stoffe und allegorischer Figuren zur Huldigung an den Fürstenhof. Oft trat die technische Ausstattung mit Flugmaschinen, Seeschlachten und Triumphzügen in Wettstreit mit der Musik.



Unter der Regierung des Kurfürsten Max II. Emanuel in den Jahren 1679 bis 1726 setzte die italienische Oper ihren Siegeszug in München fort. Sein Nachfolger Max III. Joseph ließ dann auch von Francois Cuvilliés das "teatro nuovo pressa la residenza", das Residenztheater erbauen - auch heute noch als "Cuvilliés-Theater" Opernbesuchern aus aller Welt ein Begriff. Aus dem "dramma per musica" war inzwischen die "opera seria" mit dem Kult der Arie, des Belcanto, der Primadonnen und Kastraten geworden. Allmählich entwickelten sich aber überall aus der Bürgerschicht volkstümliche Opern und Singspiele. Die Stoffe der Mythologie und der Fürstenhuldigung wichen lebensnäheren Bezügen aus dem bürgerlichen Bereich. Neue entscheidende Anstöße kamen dabei etwa aus der revolutionären französischen "opéra comique" oder dem Wiener und Leipziger Singspiel.


Aus einer Mischung verschiedenster Stilelemente besteht die "opera buffa", die Mozart mit 19 Jahren noch unter der Regentschaft von Max III. Joseph als seine erste Münchner Auftragsoper mit dem Titel La finta giardiniera komponiert hatte. Sechs Jahre später schrieb er im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor seine "opera seria", den Idomeneo zu Ende, ein Werk das - am 29. Januar 1781 im Residenztheater uraufgeführt - für den 25-jährigen Mozart einen entscheidenden Durchbruch bedeutete.

 

Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz in München ist der Spielort der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts.

 

Das Nationaltheater können Sie sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des MVV sehr gut erreichen. 

 

Mit dem MVV

S-Bahn: S 1 - 8 Marienplatz
U-Bahn: U 3, 6 Marienplatz, U 3 - 6 Odeonsplatz
Bus: 52, 131 Marienplatz, 100 Odeonsplatz
Straßenbahn: 19 Nationaltheater 


Mit dem Auto 

Anfahrt über den Altstadt-Ring in die Maximilianstraße. 

Parkgarage Max-Joseph-Platz: geöffnet Montag bis Sonntag 6.00 Uhr morgens - 2.00 Uhr nachts

Von 18 Uhr bis 8 Uhr können Sie die Nachtpauschale von € 10,- in Anspruch nehmen.

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