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Lucrezia Borgia

VenueNationaltheater München
CalendarSo. 18 Okt. 2026 - Di. 27 Okt. 2026
Inhalt / Details

Melodramma mit einem Prolog und zwei Akten

– Empfohlen ab 14 Jahren

 

Prolog
In Venedig.
Junge Männer unterhalten sich über die Schauergeschichten, die über den Fluch auf der Familie Borgia erzählt werden. Sie warnen sich gegenseitig vor jeglichem Umgang mit ihnen, insbesondere mit Lucrezia,
von der man sagt, sie vergifte Menschen. Die jungen Männer haben ihre Gründe: Sie beschuldigen Lucrezia der Mörderin ihrer Verwandten.
Gennaro ist der Einzelgänger in der Gruppe. Er weiß nicht, wer seine Eltern waren. Als ihm eine Frau wie im Traum erscheint, fühlt er sich sofort zu ihr hingezogen. Die Frau nimmt ihn zärtlich in die Arme, wie eine Mutter ihr Kind. Doch Gennaros Freunde wecken ihn: Die Frau, der er sich so nahe fühlt, ist Lucrezia Borgia.

 

Erster Akt
In Ferrara. Nachts. Am Hof ​​des Herzogs von Este und seiner Frau Lucrezia Borgia.

Gennaro und seine Freunde sind vom venezianischen Botschafter nach Ferrara eingeladen worden. Spione, Diebe und Mörder umzingeln sie. Der Herzog von Este vermutet, dass Gennaro der Liebhaber seiner Frau ist. Selbst Gennaros Freunde necken ihn und deuten an, er habe eine Affäre mit Lucrezia. Daraufhin zerstört Gennaro Lucrezias Wappen am Palast des Herzogs. Lucrezia verlangt von ihrem Mann, dass der Täter getötet wird. Der Herzog lässt Gennaro verhaften und vor Lucrezia bringen. Lucrezia, die auf dem Tod des Schuldigen besteht, wird von ihrem Mann gezwungen, Gennaro zu vergiften. Im letzten Moment gelingt es ihr, ihn mit einem Gegengift zu retten. Gennaro versteht nicht, warum er sich immer wieder zu Lucrezia hingezogen fühlt.

 

Zweiter Akt
Stunden später in Ferrara. Es ist wieder Nacht.

Gennaro will Ferrara verlassen, doch sein Freund Maffio Orsini erinnert ihn an ihren Schwur, für immer zusammenzubleiben, im Leben wie im Tod. Schließlich lässt Lucrezia alle Freunde Gennaros vergiften, all jene, die an jenem Tag in Venedig ihren Lebenstraum zerstört hatten: den Traum, unerkannt zu sein und von jemandem um ihrer selbst willen geliebt zu werden. Nun rächt sie sich und wird zur Giftmischerin, für die sie die ganze Welt immer gehalten hat. Doch erneut trifft ihre Rache denjenigen, den sie liebt: Gennaro. Diesmal weigert er sich, das Gegengift zu nehmen. Im Sterben erkennt er endlich, was ihn immer zu Lucrezia hingezogen hat: Sie ist seine Mutter.

Komponist: Gaetano Donizetti.

Empfohlen ab 14 Jahren

Melodramma mit einem Prolog und zwei Akten.

In italienischer Sprache mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.

Dauer: ca. 2 Stunden 45 Minuten

Besetzung

Besetzung

Dirigent: Antonino Fogliani

Inszenierung: Christof Loy

Bühnenbild: Henrik Ahr

Kostüme: Barbara Drosihn

Licht: Joachim Klein

Choreografie: Thomas Wilhelm

Dramaturgie: Yvonne Gebauer, Andrea Schönhofer

Chor: Franz Obermair

Don Alfonso: Erwin Schrott

Donna Lucrezia Borgia: Angela Meade

Gennaro: Liparit Avetisyan

Maffio Orsini: Natalie Lewis

Jeppo Liverotto: Michael Butler

Don Apostolo Gazella: Christian Rieger

Ascanio Petrucci: Zhe Liu

Oloferno Vitellozzo: Zipei Zheng

Gubetta: Daniel Vening

Rustighello: Granit Musliu

Astolfo: Bálint Szabó

Bayerisches Staatsorchester

Chor der Bayerischen Staatsoper

Veranstaltungsort
Nationaltheater München

Am Anfang der Geschichte der Münchner Oper steht der höfische Prunk des jungen italienischen "dramma per musica", jener neuen, zunächst elitären, später aber - in Venedig - schnell volkstümlich werdenden Form musikalischen Theaters. Der Kurfürst Ferdinand Maria errichtete im Herkulessaal der Residenz ein Saaltheater, in dem vor der Hofgesellschaft die ersten italienischen Operndarstellungen inszeniert wurden. Gleichzeitig baute er nach einem Plan seines Vaters Maximilian I. das erste freistehende Opernhaus Deutschlands, indem er das alte Kornhaus, den sogenannten "Haberkasten" am Salvatorplatz, zu einem Barocktheater umgestaltete. Die höfische Ausstattungsoper bediente sich dabei meist mythologischer Stoffe und allegorischer Figuren zur Huldigung an den Fürstenhof. Oft trat die technische Ausstattung mit Flugmaschinen, Seeschlachten und Triumphzügen in Wettstreit mit der Musik.



Unter der Regierung des Kurfürsten Max II. Emanuel in den Jahren 1679 bis 1726 setzte die italienische Oper ihren Siegeszug in München fort. Sein Nachfolger Max III. Joseph ließ dann auch von Francois Cuvilliés das "teatro nuovo pressa la residenza", das Residenztheater erbauen - auch heute noch als "Cuvilliés-Theater" Opernbesuchern aus aller Welt ein Begriff. Aus dem "dramma per musica" war inzwischen die "opera seria" mit dem Kult der Arie, des Belcanto, der Primadonnen und Kastraten geworden. Allmählich entwickelten sich aber überall aus der Bürgerschicht volkstümliche Opern und Singspiele. Die Stoffe der Mythologie und der Fürstenhuldigung wichen lebensnäheren Bezügen aus dem bürgerlichen Bereich. Neue entscheidende Anstöße kamen dabei etwa aus der revolutionären französischen "opéra comique" oder dem Wiener und Leipziger Singspiel.


Aus einer Mischung verschiedenster Stilelemente besteht die "opera buffa", die Mozart mit 19 Jahren noch unter der Regentschaft von Max III. Joseph als seine erste Münchner Auftragsoper mit dem Titel La finta giardiniera komponiert hatte. Sechs Jahre später schrieb er im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor seine "opera seria", den Idomeneo zu Ende, ein Werk das - am 29. Januar 1781 im Residenztheater uraufgeführt - für den 25-jährigen Mozart einen entscheidenden Durchbruch bedeutete.

 

Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz in München ist der Spielort der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts.

 

Das Nationaltheater können Sie sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des MVV sehr gut erreichen. 

 

Mit dem MVV

S-Bahn: S 1 - 8 Marienplatz
U-Bahn: U 3, 6 Marienplatz, U 3 - 6 Odeonsplatz
Bus: 52, 131 Marienplatz, 100 Odeonsplatz
Straßenbahn: 19 Nationaltheater 


Mit dem Auto 

Anfahrt über den Altstadt-Ring in die Maximilianstraße. 

Parkgarage Max-Joseph-Platz: geöffnet Montag bis Sonntag 6.00 Uhr morgens - 2.00 Uhr nachts

Von 18 Uhr bis 8 Uhr können Sie die Nachtpauschale von € 10,- in Anspruch nehmen.

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