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Kammerkonzerte

VenueCuvilliés-Theater
CalendarMi. 13 Jan. 2027 - Fr. 30 Juli 2027
Inhalt / Details

Das Bayerische Staatsorchester und seine Mitglieder aus 24 Nationen widmen sich nicht nur der Oper und der sinfonischen Musik – seit mehreren Jahrzehnten gilt ihre besondere Leidenschaft auch der Kammermusik. Die Kammerkonzertreihe, die seit 1960 besteht und heute in der Allerheiligen-Hofkirche beheimatet ist, umfasst in jeder Saison sechs Sonntagsmatineen mit wechselnden Besetzungen. Im Rahmen der Münchner Opernfestspiele finden zudem Konzerte mit erweiterten Kammerensembles im Cuvilliés-Theater statt. Mit den jungen Nachwuchsmusikerinnen und -musikern des Hermann-Levi-Akademieorchesters leistet auch die Hermann-Levi-Akademie mit ihren Programmen einen bedeutenden Beitrag zum instrumentalen Profil der Bayerischen Staatsoper. Im Laufe der Jahre ist aus dieser intensiven Kammermusiktätigkeit ein eigenes Ensemble entstanden, das sowohl in München als auch weit darüber hinaus auftritt.

Die Kammerkonzerte des Staatsorchesters in der Saison 2026/27 beginnen mit zwei sehr unterschiedlichen Programmen – einem Percussion-Spektakel mit Marimbaphon und Vibraphon sowie poetischen Holzbläserklängen aus der Romantik und der musikalischen Moderne des frühen 20. Jahrhunderts. Die weiteren vier Kammerkonzertmatineen sowie die fünf Festival-Kammerkonzerte im Cuvilliés-Theater bilden eine saisonübergreifende Reihe: Der 200. Todestag Ludwig van Beethovens im Jahr 2027 bietet den passenden Anlass, bedeutende Werke und selten gespielte Kostbarkeiten seines kammermusikalischen Schaffens aufzuführen. Dazu zählen eine vielfältige Auswahl früher und später Streichquartette sowie berühmter Klaviertrios ebenso wie das Sextett op. 81b und seine Bearbeitungen schottischer und irischer Volkslieder. Dieser Beethoven-Schwerpunkt wird in der folgenden Saison mit weiteren Kammerkonzerten fortgesetzt.

Besetzung

13. Januar 2027

Familienkammerkonzert: Rhythmus im Körper

 

11. April 2027

Familienkammerkonzert: Gute Musik ist kein Zufall

 

29. Juni 2027

Festival-Kammerkonzert: Götterfunken V

 

3. Juli 2027

Festival-Kammerkonzert: Götterfunken V

 

9. Juli 2027

Festival-Kammerkonzert: Götterfunken V

Veranstaltungsort
Cuvilliés-Theater

​In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Bühne als "Juwel des Rokoko" von ihren Zeitgenossen gefeiert, doch knapp 50 Jahre später galt die goldverzierte Spielstätte als "unmodern". Als Konsequenz wurde das Cuvilliés-Theater den Münchner Bürgern zugänglich gemacht, weshalb wir uns heute am wechselnden Spielplan in dem Prachtbau erfreuen können. n der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde die Bühne als "Juwel des Rokoko" von ihren Zeitgenossen gefeiert, doch knapp 50 Jahre später galt die goldverzierte Spielstätte als "unmodern". Als Konsequenz wurde das Cuvilliés-Theater den Münchner Bürgern zugänglich gemacht, weshalb wir uns heute am wechselnden Spielplan in dem Prachtbau erfreuen können.

Das ehemalige Residenztheater trägt heute den Namen Cuvilliés-Theater und gilt als bedeutendstes Rokokotheater Deutschlands. Teile der kunstvoll geschnitzten Logenverkleidung des Zuschauerraums konnten vor der vollständigen Zerstörung des Theaters im Zweiten Weltkrieg gerettet werden und halfen beim detailgetreuen Wiederaufbau. So konnte das Rokoko-Theater Ende der 50er Jahre im so genannten "Apothekenstock" der Residenz, unweit von seiner alten Stätte, wieder aufgebaut werden. Seinem Architekten zu Ehren hieß es fortan Cuvilliés-Theater.

Mit dem ursprünglich als "Residenztheater" bezeichneten Gebäude erhielt München im 18. Jahrhundert sein zweites Opernhaus. Kurfürst Max III. Joseph beauftragte 1750 seinen Hofbaumeister Francois Cuvilliés den Älteren mit dem Neubau und bereits drei Jahre später, am 12. Oktober 1753, wurde das prachtvollste deutsche Rokokotheater mit Ferrandinis Opera seria Catone in Utica seiner Bestimmung übergeben. Mit seiner Drehbühne und dem bei festlichen Anlässen horizontal verstellbaren Parkett war das "Neue Opera Gebäu" auch in technischer Hinsicht maßgeblich.

 

Ursprünglich war das "Neue Opernhaus an der Kurfürstlichen Residenz" nur für den Hof bestimmt, als jedoch das alte Opernhaus am Salvatorplatz geschlossen werden mußte, widmete der Kurfürst das Cuvilliés-Theater 1797 zum Hof- und Nationaltheater um und machte es dem Volk für deutsche Opern und Schauspiele zugänglich.

 

Beim Brand des Nationaltheaters 1817 nahm dann auch das Cuvilliés-Theater Schaden, so daß 1823 eine Renovierung nötig wurde. König Ludwig I. entschied sich 1831 für eine endgültige Schließung des Theaters, ab 1834 wurde es als Kulissendepot für das Nationaltheater verwendet. Auf Drängen des Intendanten Franz von Dingelstedt wurde das Theater schließlich 1857 wieder eröffnet.

 

Erst zu Beginn des Jahres 1944 kam es zu einer neuerlichen Schließung: die Gesamtausstattung wurde abgenommen und an zwei verschiedenen Orten außerhalb der Stadt vor den Fliegerangriffen während des Zweiten Weltkriegs in Sicherheit gebracht. Am 18. März zerstörten Bomben das äußerlich annähernd schmucklose Haus. Nach dem Krieg entstand auf seinen Grundmauern das neue Residenztheater. Das alte Theater Cuvilliés', das nie eine Fassade besessen hatte, wurde 1957/58 im Apothekenstock der Residenz im ursprünglichen Stil des Rokoko nach den Grundrissen aus der Materialsammlung Ecole Bavaroise de l´Architecture des jüngeren Cuvilliés rekonstruiert.

 

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