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Doctor Atomic

VenueNationaltheater München
CalendarDo. 04 Feb. 2027 - Do. 08 Juli 2027
Inhalt / Details

Produktion

New Mexico, früher Morgen, 16. Juli 1945: Wissenschaftler des von dem Physiker J. Robert Oppenheimer geleiteten Teams testen die erste Atombombe der Welt. Die Atmosphäre ist angespannt, und der Zeitdruck ist enorm. Die Bombe wird dringend benötigt, damit die USA den Krieg gegen Japan gewinnen und ein Eingreifen der Sowjetunion abschrecken können. Doch ein aufziehender Sturm, die Angst vor unkontrollierbaren Folgen für die Umwelt und das Wissen, dass die Bombe auf Zivilisten fallen wird, stürzen das Team in einen moralischen Konflikt, der seinen Zusammenhalt zu zerreißen droht. Am Ende setzt sich der wissenschaftliche Ehrgeiz durch. Die Bombe detoniert und markiert damit einen Wendepunkt in der Beziehung der Menschheit zu ihrem Planeten – seit diesem Montagmorgen besitzt sie die Macht, die Welt zu zerstören. Drei Wochen später fielen „Little Boy“ und „Fat Man“ auf Hiroshima und Nagasaki.

Für den amerikanischen Komponisten John Adams ist die Geschichte um Oppenheimer, den „amerikanischen Faust“, der große mythologische Stoff der Moderne – die Geschichte eines Menschen, der Kräfte entfesselt, die er selbst nicht mehr kontrollieren kann und die alles zu vernichten drohen. Grundlage der semidokumentarischen Oper sind originale historische Dokumente sowie poetische Texte aus Oppenheimers Bücherregal, darunter Werke von Charles Baudelaire und die zentrale heilige Schrift des Hinduismus, die Bhagavad Gita. Während Adams’ erste Oper, Nixon in China, noch dem minimalistischen Stil verpflichtet war, erklingen in seiner dritten Oper Doctor Atomic nahezu monumentale, dynamische und ausdrucksstarke Höhepunkte – eine Verbindung von Minimalismus mit neoromantischen Ausdrucksformen und Anklängen an traditionelle Operngattungen wie Arien, Chöre und Ballettintermezzi.

Premiere am 4. Februar 2027

Komponist: John Adams. Libretto von Peter Sellars nach Originalquellen.

Oper in zwei Akten (2005)

Empfohlen ab 14 Jahren.

In englischer Sprache mit Übertiteln in Deutsch und Englisch. Neuproduktion.

Einführungen (auf Deutsch) finden eine Stunde vor Beginn jeder Vorstellung (außer der Premiere) im Capriccio-Saal statt. Begrenzte Sitzplatzkapazität, Dauer ca. 20 Minuten.

Besetzung

Besetzung

Dirigentin: Gemma New

Regie: Claus Guth

Bühnenbild: Michael Levine

Kostümbild: Ursula Kudrna

Licht: Urs Schönebaum

Video: rocafilm

Ton: Sven Eckhoff

Choreografie: Sommer Ulrickson

Chor: Christoph Heil

Dramaturgie: Yvonne Gebauer, Saskia Kruse

Dr. J. Robert Oppenheimer: Simon Keenlyside

Edward Teller: Clive Bayley

Robert Wilson: Brenton Ryan

Kitty Oppenheimer: Marlis Petersen

Pasqualita: Natalie Lewis

General Leslie Groves: Gábor Bretz

Frank Hubbard: Jarrett Ott

Captain James Nolan: Kevin Conners

Bayerisches Staatsorchester

Chor der Bayerischen Staatsoper

Veranstaltungsort
Nationaltheater München

Am Anfang der Geschichte der Münchner Oper steht der höfische Prunk des jungen italienischen "dramma per musica", jener neuen, zunächst elitären, später aber - in Venedig - schnell volkstümlich werdenden Form musikalischen Theaters. Der Kurfürst Ferdinand Maria errichtete im Herkulessaal der Residenz ein Saaltheater, in dem vor der Hofgesellschaft die ersten italienischen Operndarstellungen inszeniert wurden. Gleichzeitig baute er nach einem Plan seines Vaters Maximilian I. das erste freistehende Opernhaus Deutschlands, indem er das alte Kornhaus, den sogenannten "Haberkasten" am Salvatorplatz, zu einem Barocktheater umgestaltete. Die höfische Ausstattungsoper bediente sich dabei meist mythologischer Stoffe und allegorischer Figuren zur Huldigung an den Fürstenhof. Oft trat die technische Ausstattung mit Flugmaschinen, Seeschlachten und Triumphzügen in Wettstreit mit der Musik.



Unter der Regierung des Kurfürsten Max II. Emanuel in den Jahren 1679 bis 1726 setzte die italienische Oper ihren Siegeszug in München fort. Sein Nachfolger Max III. Joseph ließ dann auch von Francois Cuvilliés das "teatro nuovo pressa la residenza", das Residenztheater erbauen - auch heute noch als "Cuvilliés-Theater" Opernbesuchern aus aller Welt ein Begriff. Aus dem "dramma per musica" war inzwischen die "opera seria" mit dem Kult der Arie, des Belcanto, der Primadonnen und Kastraten geworden. Allmählich entwickelten sich aber überall aus der Bürgerschicht volkstümliche Opern und Singspiele. Die Stoffe der Mythologie und der Fürstenhuldigung wichen lebensnäheren Bezügen aus dem bürgerlichen Bereich. Neue entscheidende Anstöße kamen dabei etwa aus der revolutionären französischen "opéra comique" oder dem Wiener und Leipziger Singspiel.


Aus einer Mischung verschiedenster Stilelemente besteht die "opera buffa", die Mozart mit 19 Jahren noch unter der Regentschaft von Max III. Joseph als seine erste Münchner Auftragsoper mit dem Titel La finta giardiniera komponiert hatte. Sechs Jahre später schrieb er im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor seine "opera seria", den Idomeneo zu Ende, ein Werk das - am 29. Januar 1781 im Residenztheater uraufgeführt - für den 25-jährigen Mozart einen entscheidenden Durchbruch bedeutete.

 

Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz in München ist der Spielort der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts.

 

Das Nationaltheater können Sie sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des MVV sehr gut erreichen. 

 

Mit dem MVV

S-Bahn: S 1 - 8 Marienplatz
U-Bahn: U 3, 6 Marienplatz, U 3 - 6 Odeonsplatz
Bus: 52, 131 Marienplatz, 100 Odeonsplatz
Straßenbahn: 19 Nationaltheater 


Mit dem Auto 

Anfahrt über den Altstadt-Ring in die Maximilianstraße. 

Parkgarage Max-Joseph-Platz: geöffnet Montag bis Sonntag 6.00 Uhr morgens - 2.00 Uhr nachts

Von 18 Uhr bis 8 Uhr können Sie die Nachtpauschale von € 10,- in Anspruch nehmen.

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