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Der Barbier von Sevilla

VenueNationaltheater München
CalendarSo. 31 Jan. 2027 - So. 07 Feb. 2027
Inhalt / Details

Erster Akt


In der Morgendämmerung bringt Graf Almaviva, begleitet von einigen Musikanten unter Fiorillos Führung, seiner geliebten Rosine ein Ständchen (Ecco, ridente). Das Mädchen, das von ihrem eifersüchtigen Vormund Bartolo, der sie selbst gern heiraten möchte, streng bewacht wird, lässt sich nicht sehen. Dafür kommt, ein lustiges Lied trällernd, Figaro (Largo al factotum). Der Graf bittet ihn, ihm zu helfen, Rosine zu gewinnen, die ihn nur unter dem Namen "Lindoro" kennt. Als Bartolo und Rosine auf den Balkon treten, lässt diese ein Briefchen für ihren Verehrer, der sich schnell mit Figaro versteckt hat, auf die Strasse fallen. Bartolo bemerkt dies und treibt das Mädchen in ihr Zimmer zurück. Er eilt davon, um noch an diesem Tag seine Vermählung mit Rosine zu betreiben. Er beauftragt seine Diener, den Musikmeister Basilio zu erwarten. Noch einmal singt der Graf ein Liebeslied. Rosine tritt entzückt auf den Balkon, muss aber gleich wieder ins Haus. Inspiriert durch einen Beutel Gold rät Figaro dem Grafen, sich als Soldat verkleidet bei Bartolo einquartieren zu lassen und vorzutäuschen, betrunken zu sein ( All' idea dei quel metallo). Reich entlohnt, entfernt sich der Barbier, nachdem er dem Grafen noch verraten hat, wo er zu finden ist. 
Rosine schreibt ihrem "Lindoro" ein Briefchen ( Una voce poco fa) und geht gerade aus dem Zimmer, als Bartolo und Basilio eintreten. Der Musikmeister rät Bartolo, den Nebenbuhler durch Verleumdung unmöglich zu machen (La calunnia). Der Doktor stimmt begeistert zu. Kaum sind sie aus dem Zimmer, als Figaro und Rosine kommen, die dem Barbier ihren Liebesbrief aushändigen will, aber von Bartolo überrascht wird (A un dottor della mia sorte). Da stürzt Almaviva als betrunkener Offizier ins Haus. Bartolo versucht, ihn hinauszuweisen, weil er von jeder Einquartierung befreit ist. Als der Graf dennoch bleibt, sich Rosine nähert und als Lindoro zu erkennen gibt, lässt der Doktor die Wache holen. Almaviva gibt sich dem Offizier zu erkennen und geht zum Erstaunen aller frei aus dem Haus (Eh di casaÉ! buona gente É!). 


Zweiter Akt


Kaum hat sich Bartolo von dem Zwischenfall erholt und nachgedacht, wer der fremde Offizier gewesen sein mag, als es wieder an der Tür klopft. Almaviva, als Musikmeister verkleidet, tritt ein, um den angeblich erkrankten Basilio zu vertreten. Bartolo will zunächst nichts davon wissen, lenkt aber ein, als »Basilio« erklärt, Almaviva gut zu kennen. Rosina erscheint zur Musikstunde, erkennt ihren "Lindoro" und singt ein Liebesgeständnis in Form eines Rondo ( Contro un cor), welches Bartolo mit einer "schöneren" Arie aus der guten alten Zeit kontert ( Quando mi sei vicina). Figaro kommt, um Bartolo zu rasieren. Inzwischen gelingt es Rosine und Almaviva, sich ihre Liebe zu gestehen. In diesem Augenblick erscheint Basillo. Schließlich kann Almaviva den Musiklehrer durch eine volle Börse überzeugen, dass er krank ist und sofort ins Bett muss. (Don Basilio! - Cosa veggio). Bartolo, der immer noch rasiert wird, überrascht die Liebenden und jagt den falschen Musiklehrer und Figaro hinaus. Dann lässt er Basilio. Derweil sinniert die Haushälterin Berta über die Narrheiten und Freuden der Liebe ( Il vecchiotto cerca moglie). Von Basilio aufgeklärt, dass der Besucher Almaviva gewesen sein muss, wünscht Bartolo sofort einen Notar, um Rosina auf der Stelle zu heiraten. Bartolo kann Rosine überzeugen, dass Figaro und "Lindoro" sie an den Grafen Almaviva verkuppeln wollen. Empört über "Lindoros" Verrat, gesteht das Mädchen, dass sie in der kommenden Nacht entführt werden sollte und verspricht, Bartolo zu heiraten. Dieser eilt davon, um die Wachen zu holen; ein heftiges Gewitter tobt. Der Graf und Figaro steigen über eine Leiter ins Haus und klären alles auf. Almaviva wirbt um Rosine, wobei ihm der mit Basilio eintretende Notar gerade recht kommt. Beide werden bestochen und unterschreiben den Ehevertrag, der Almaviva mit Rosine verbindet. Bartolo und die Wachen kommen zu spät. Der Doktor wird entschädigt, weil der Graf auf die Mitgift verzichtet, die Bartolo mit Figaro teilen soll (Di si felice innesto).

Komponist Gioachino Rossini. Libretto von Cesare Sterbini.

Melodramma buffo in zwei Akten (1816)

Empfohlen ab 8 Jahren.

In italienischer Sprache. Mit deutschen und englischen Übertiteln.

Dauer ca. 3 Stunden 10 Minuten

Besetzung

Besetzung

Dirigent: Riccardo Bisatti

Regie: Ferruccio Soleri

Bühnenbild: Carlo Tommasi

Kostümbild: Ute Frühling

Chor: Christoph Heil

Graf Almaviva: Levy Sekgapane

Bartolo: Misha Kiria

Rosina: Marina Viotti

Figaro: Mattia Olivieri

Basilio: Ildebrando D'Arcangelo

Fiorello: Armand Rabot

Ambrogio: Hector Bloggs

Berta: Nontobeko Bhengu

Ein Offizier: Shawn Roth

Bayerisches Staatsorchester

Chor der Bayerischen Staatsoper

Veranstaltungsort
Nationaltheater München

Am Anfang der Geschichte der Münchner Oper steht der höfische Prunk des jungen italienischen "dramma per musica", jener neuen, zunächst elitären, später aber - in Venedig - schnell volkstümlich werdenden Form musikalischen Theaters. Der Kurfürst Ferdinand Maria errichtete im Herkulessaal der Residenz ein Saaltheater, in dem vor der Hofgesellschaft die ersten italienischen Operndarstellungen inszeniert wurden. Gleichzeitig baute er nach einem Plan seines Vaters Maximilian I. das erste freistehende Opernhaus Deutschlands, indem er das alte Kornhaus, den sogenannten "Haberkasten" am Salvatorplatz, zu einem Barocktheater umgestaltete. Die höfische Ausstattungsoper bediente sich dabei meist mythologischer Stoffe und allegorischer Figuren zur Huldigung an den Fürstenhof. Oft trat die technische Ausstattung mit Flugmaschinen, Seeschlachten und Triumphzügen in Wettstreit mit der Musik.



Unter der Regierung des Kurfürsten Max II. Emanuel in den Jahren 1679 bis 1726 setzte die italienische Oper ihren Siegeszug in München fort. Sein Nachfolger Max III. Joseph ließ dann auch von Francois Cuvilliés das "teatro nuovo pressa la residenza", das Residenztheater erbauen - auch heute noch als "Cuvilliés-Theater" Opernbesuchern aus aller Welt ein Begriff. Aus dem "dramma per musica" war inzwischen die "opera seria" mit dem Kult der Arie, des Belcanto, der Primadonnen und Kastraten geworden. Allmählich entwickelten sich aber überall aus der Bürgerschicht volkstümliche Opern und Singspiele. Die Stoffe der Mythologie und der Fürstenhuldigung wichen lebensnäheren Bezügen aus dem bürgerlichen Bereich. Neue entscheidende Anstöße kamen dabei etwa aus der revolutionären französischen "opéra comique" oder dem Wiener und Leipziger Singspiel.


Aus einer Mischung verschiedenster Stilelemente besteht die "opera buffa", die Mozart mit 19 Jahren noch unter der Regentschaft von Max III. Joseph als seine erste Münchner Auftragsoper mit dem Titel La finta giardiniera komponiert hatte. Sechs Jahre später schrieb er im Auftrag des Kurfürsten Karl Theodor seine "opera seria", den Idomeneo zu Ende, ein Werk das - am 29. Januar 1781 im Residenztheater uraufgeführt - für den 25-jährigen Mozart einen entscheidenden Durchbruch bedeutete.

 

Das Nationaltheater am Max-Joseph-Platz in München ist der Spielort der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsballetts.

 

Das Nationaltheater können Sie sowohl mit dem Auto als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln des MVV sehr gut erreichen. 

 

Mit dem MVV

S-Bahn: S 1 - 8 Marienplatz
U-Bahn: U 3, 6 Marienplatz, U 3 - 6 Odeonsplatz
Bus: 52, 131 Marienplatz, 100 Odeonsplatz
Straßenbahn: 19 Nationaltheater 


Mit dem Auto 

Anfahrt über den Altstadt-Ring in die Maximilianstraße. 

Parkgarage Max-Joseph-Platz: geöffnet Montag bis Sonntag 6.00 Uhr morgens - 2.00 Uhr nachts

Von 18 Uhr bis 8 Uhr können Sie die Nachtpauschale von € 10,- in Anspruch nehmen.

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