Haben Die Vier Jahreszeiten uns heute noch etwas zu sagen? Die Frage ist berechtigt, da diese vier Konzerte für Violine und Orchester oft als Fahrstuhlmusik, Hintergrundmusik oder Anrufbeantwortermusik dienten...
Aber hat diese Nutzung ihren Reiz erschöpft? Nein! Denn die visuelle Kraft dieser Stücke, die eine Geschichte ohne Bühne oder gesungenen Text erzählen, ist unerschöpflich, und das Vergnügen an ihren virtuosen Flügen bleibt auch 300 Jahre nach ihrer Entstehung erhalten.
Diese vier Konzerte in drei Sätzen, die den zwölf Monaten des Jahres entsprechen, inspirierten Haydn, Tschaikowski, Piazzolla und Philip Glass. Und wenn sie auch heute noch Musiker inspirieren und uns verzaubern, liegt es daran, dass Vivaldi das expressive Potenzial der Instrumentalmusik, insbesondere der Streicher, meisterhaft hervorgehoben hat.
Dank Figurenmalerei und Klangimitationen malt der Komponist wahre Fresken. Die Pizzicati des Orchesters erinnern an Regentropfen auf Blättern nach einem Regenschauer, Tremoli und schnelle Tutti-Skalen lassen Windböen oder das Grollen eines Sturms erahnen, während der Solist den Vogelgesang imitiert... Die Klangpalette der Streicher ist unendlich reich! Und Gabriel Le Magadure's Dialog mit dem Orchester schafft eine Bühne, mal ruhig, mal lebendig, auf der Natur und ihre Elemente in allen Zuständen hörbar werden!
Um Vivaldi zu ehren, erkunden Mathieu Herzog, der für diese Gelegenheit wieder den Bratschenstuhl einnimmt, und der exzellente Gabriel Le Magadure mit dem Appassionato Orchestra dieses italienische Barockhit mit Leidenschaft und Brillanz.
Besetzung
Appassionato Orchestra
Mathieu Herzog, Leitung
Gabriel Le Magadure, Violine
Programm
Vivaldi, Die Vier Jahreszeiten
Praktische Informationen
Einlass: 1 Stunde vor Konzertbeginn
Dauer des Konzerts: 1 Stunde 15 Minuten (ohne Pause)