Ab Sonntag, dem 14. März, um 17:00 Uhr präsentiert die Sala Grande del Maggio eine brandneue Produktion von Tschaikowskis Schwanensee, eine Neuinterpretation des berühmten Balletts als zeitgenössische Legende, in Koproduktion mit der New Generation Foundation. Die Aufführungen nach der Premiere finden am 17. um 20:00 Uhr (Schulvorstellung), am 18. und 19. um 20:00 Uhr, am Samstag, dem 20., um 18:00 Uhr und am Sonntag, dem 21., um 15:30 Uhr statt. Das in Zusammenarbeit mit dem Ballettstar Xander Parish OBE (ehemaliger Erster Solotänzer des Mariinski-Theaters und erster britischer Tänzer der Geschichte in diesem Rang) gegründete Ensemble vereint herausragende russische, ukrainische, italienische, französische und amerikanische Tänzer, die nach den internationalen politischen Umwälzungen die russischen Theater verlassen haben, in einem universellen künstlerischen Ideal. Für dieses außergewöhnliche Debüt steht die Produktion unter der musikalischen Leitung von James Conlon und einem hochkarätigen Kreativteam mit Regisseur Jean-Romain Vesperini, Bühnenbildner Bruno de Lavenère und Videodesigner Étienne Guiol, die zuletzt mit ihrem Erfolg bei den Olympischen Zeremonien von Paris 2024 für Aufmerksamkeit sorgten. Nach sechs Aufführungen in Florenz geht die Produktion auf internationale Tournee und gastiert in den bedeutendsten Theatern der Welt.
Neue Produktion in Koproduktion mit der New Generation Foundation
Handlung
1. Akt
Im Schlosspark feiert Prinz Siegfried seinen 21. Geburtstag. Die Königsmutter kommt hinzu und wirft ihm zärtlich seine Unbeschwertheit vor. Sie erinnert ihn, dass am nächsten Tag ein Hofball stattfinden wird und er unter den teilnehmenden Gästen eine Braut wählen soll. Die Tänze werden fortgesetzt, bis der Prinz sich absondert und von einer unbestimmten Melancholie erfasst wird. Am Himmel sieht er weiße Schwäne vorüberziehen und er beschließt, mit seinen Freunden auf die Jagd zu gehen.
2. Akt
Am Ufer des Schwanensees, in der Nähe des Schlosses, erscheint im Mondlicht, aus dem Wasser tretend, das wunderschöne Schwanenmädchen. Der Prinz kommt hinzu und will schon seine Armbrust anlegen, als das Schwanenmädchen als Schwanenkönigin vor ihn tritt. Die Königin erzählt Siegfried, sie sei Prinzessin Odette, die vom Zauberer Rotbart in einen Schwan verwandelt worden ist. Von diesem Zauber könne sie nur derjenige erlösen, der ihr ewige Liebe schwört. Siegfried, von ihrem Liebreiz überwältigt, schwört ihr ewige Liebe und Treue.
Die Verzauberung der Liebenden findet ein Echo in den Tänzen der Schwäne. Odette und der Prinz bemerken nicht, dass sie von Rotbart belauscht wurden. Die Liebenden verlassen die Lichtung.
3. Akt
Festball im Schloss am nächsten Tag. Prinz Siegfried soll seine Braut wählen. Der Prinz tanzt mit den jungen Bräuten aus verschiedenen Ländern, aber seine Gedanken sind nur bei Odette. Unerwartet wird ein edler unbekannter Gast gemeldet: Baron Rotbart mit seinem Geschöpf Odile, die Odettes verführerisches, negatives Ebenbild ist und in der Prinz Siegfried fasziniert seine geliebte Odette zu erkennen glaubt. Die Divertissements mit den Nationaltänzen werden fortgesetzt. Siegfried, nun vollends der bösen Faszination der „schwarzen Odette“ verfallen, hält um ihre Hand an und schwört auch ihr ewige Liebe und Treue. Triumphierend über den gelungenen Betrug verlassen Rotbart und Odile den Ballsaal, während Odettes weißer Geist in der Ferne erscheint. Siegfried läuft verzweifelt zum See.
4. Akt
Hier gibt es mehrere Varianten:
Am See warten die Schwäne auf die Rückkehr ihrer Prinzessin. Diese kommt und berichtet ihnen, was sich zugetragen hat. Der Prinz erreicht den See und bittet Odette um Verzeihung, und sie vergibt ihm. Eine große von Rotbart geschickte Welle droht Siegfried zu ertränken. Odette stürzt sich in die Flut, um Siegfried zu retten. Abhängig von der Inszenierung stirbt entweder einer von beiden (Siegfried oder Odette), oder beide sterben, oder beide leben glücklich bis an ihr Lebensende.