Rusalka – Antonín Dvořák | Oper
Ungefähre Dauer: 3 Stunden 20 Minuten, einschließlich zwei Pausen von jeweils 20 Minuten.
Sprache: In tschechischer Sprache, mit Übertiteln auf Tschechisch und Englisch.
Für Publikum ab 12 Jahren geeignet.
Handlung
Erster Akt
An einem nächtlichen Waldsee necken drei weibliche Waldwesen den alten Wassermann. Er versucht vergeblich, eine von ihnen in das Wasser zu ziehen. Die Nixe Rusalka gesteht ihrem Vater, dass sie eine menschliche Seele erhalten will, die den Wasserwesen nicht gegeben ist. Ihr Vater ist entsetzt und warnt sie vor der Menschenwelt, bevor er wieder zum Grund des Sees abtaucht. Rusalkas tiefe Sehnsucht nach Liebe kommt im Lied an den Mond zum Ausdruck.
Der See wird kälter, als der Mond verschwindet, und die Hexe Ježibaba erscheint. Höhnisch gewährt sie Rusalka ihren verzweifelt vorgebrachten Wunsch und macht aus ihrem Fischschwanz zwei Beine, nimmt ihr aber die Sprache. Auf der Jagd nach einem weißen Reh ist der Prinz vom Weg abgekommen und findet sich schließlich am Ufer des Sees wieder. Hier trifft er auf die stumme, hilflose Rusalka. Er nimmt sie, bereits in sie verliebt, mit auf sein Schloss.
Zweiter Akt
Kurz vor der Hochzeit haben sich alle Gäste im Schloss versammelt. Die Stummheit und Eigentümlichkeit Rusalkas löst unterschwelliges Befremden aus. Rusalka ist als Wasserwesen nicht für die Liebe geschaffen und kann die Gefühle des Prinzen nicht in der erwünschten Weise erwidern. Eine fremde Fürstin verführt den Prinzen. Als Rusalka die Untreue des Prinzen erkennt, bricht ihr das Herz. Sie sehnt sich zurück in ihre Wasserwelt. Der Wassermann erscheint und nimmt sie zurück. Der Prinz ist schockiert über seine Entdeckung, dass seine ursprünglich Angebetete kein menschliches Wesen ist. Die fremde Fürstin lacht schallend über ihren Triumph, ihre Liebe war nur Koketterie und Verführung ohne Hintergrund.
Dritter Akt
Rusalka kann nach ihrer Verzauberung nicht mehr Wasserwesen sein. Sie ist aus dem Kreis ihrer Schwestern ausgeschlossen und muss fortan als todbringendes Irrlicht umherwandern. Ein Koch und ein Küchenjunge sprechen bei der Hexe Ježibaba vor und bitten um ein Gegenmittel für ihren von einer stummen Frau verhexten Prinzen. Sie werden davongejagt. Der Prinz selbst erscheint reumütig wieder am See und bittet Rusalka um Vergebung. Rusalka, die ihn immer noch liebt, warnt ihn, dass ihr Kuss ihn töten wird. Der Prinz verzehrt sich so sehr nach ihr, dass er dennoch darum bittet. Rusalka küsst den Prinzen, der darauf stirbt, und verschwindet im Wald.
Besetzung
Dirigent: Robert Jindra; Tomáš Netopil; David Švec
Rusalka: Kateřina Kněžíková; Alžběta Poláčková
Prinz: Aleš Briscein; Tomáš Juhás; Martin Šrejma
Wassermann: Peter Kellner; František Zahradníček; Pavel Švingr
Hexe: Lucie Hilscherová; Jana Sýkorová
Fremde Prinzessin: Ester Pavlů; Tamara Morozová; Dana Burešová
Erster Waldgeist: Adriana Banásová; Yukiko Smetáčková Kinjo
Zweiter Waldgeist: Alena Grach; Jarmila Vantuchová
Dritter Waldgeist: Bella Adamova; Alžběta Betty Vomáčková; Stanislava Jirků
Lumpenmann: Arnheiður Eiríksdóttir; Anna Moriová
Jäger / Förster: Jiří Hájek; Csaba Kotlár
Kreatives Team
Libretto: Jaroslav Kvapil
Inszenierung: SKUTR (Martin Kukučka und Lukáš Trpišovský)
Bühnenbild: Martin Chocholoušek
Kostüme: Simona Rybáková
Lichtdesign: Karel Šimek
Choreografie: Jan Kodet
Chorleitung: Lukáš Kozubík
Dramaturgie: Beno Blachut