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Lohengrin

VenueTeatro Verdi Trieste
CalendarFr. 13 Nov. 2026 - So. 22 Nov. 2026
Inhalt / Details

Zum Inhalt

Zum Stück
Zur Zeit der Herrschaft König Heinrichs I. kommt dieser nach Brabant, um Gerichtstag zu halten und die Edlen zur Heerfolge anzuhalten. Doch seit dem Tode des Herzogs von Brabant besteht Streit über dessen Nachfolge. Seine Kinder Elsa und Gottfried sind dem Grafen Friedrich von Telramund anvertraut. Gottfried aber ist verschwunden, und Elsa wird von Telramund des Brudermordes verdächtigt. Da Elsa schweigt, soll ein Zweikampf zwischen dem Kläger und einem für Elsa streitenden Ritter entscheiden. Und tatsächlich erscheint ein Ritter auf einem Schwan, um für Elsa zu streiten. Er will sie zur Frau nehmen, stellt jedoch die Bedingung, dass sie niemals nach seinem Namen und seiner Herkunft fragt. Elsa willigt ein, und der Ritter besiegt Telramund.


Ortrud, die Tochter des letzten Friesenfürsten Radbod und Gemahlin Telramunds, die ihrem Mann die falschen Anschuldigungen gegen Elsa nur deswegen zugetragen hatte, um ihre alte Macht wieder zu erlangen, versucht die bevorstehende Hochzeit von Elsa und dem Fremden zu verhindern und Misstrauen im Herzen der jungen Frau zu wecken. Elsa jedoch hält zu ihrem Geliebten und lässt sich nicht dazu verleiten, die verbotene Frage zu stellen. Endlich allein im Brautgemach, quält sie aber doch die ungeklärte Identität ihres Mannes. Sie möchte ihren Geliebten wenigstens beim Namen nennen dürfen. Unter Beschwörungen, es niemandem zu sagen und sein Geheimnis zu wahren, stellt sie letztendlich doch die verbotene Frage nach seinem Namen. Telramund dringt mit Edelleuten in das Brautgemach ein und wird von dem Ritter niedergestreckt. Daraufhin klagt der Fremde Elsa öffentlich des Treuebruchs an. Er verkündet, dass er Lohengrin, ein Ritter des Grals und Sohn Parsifals, sei. Da sein Geheimnis nun gelüftet sei, müsse er gehen. Ortrud glaubt sich schon am Ziel ihrer Machenschaften, als plötzlich Gottfried, Elsas Bruder auftaucht. Ortrud hatte Gottfried entführt und verzaubert. Lohengrin ernennt Gottfried zum neuen Thronerben, und der Schwan trägt Lohengrin wieder mit sich fort. Elsa sinkt mit gebrochenem Herzen zu Boden.


Der 1850 uraufgeführte LOHENGRIN war lange Zeit Wagners weltweit erfolgreichste Oper. Dass gerade dieses Werk bis heute zahlreiche, denkbar unterschiedliche szenische Deutungen erfahren hat, liegt sicher auch daran, dass LOHENGRIN neben der tragischen Liebesgeschichte zwischen Elsa und dem Schwanenritter gesellschaftliche und politische Fragen von bis heute ungebrochener Relevanz thematisiert: Die Sehnsucht eines zerrütteten Volks nach einer charismatischen Führerfigur, aber auch das Scheitern der Utopie an der menschlichen Natur.


Zur Inszenierung
Spielt der Schwanenritter ein falsches Spiel? Ist Lohengrins Heldentum nur eine Pose? In seiner Inszenierung stellt Kasper Holten schon zu Beginn deutlich die Notsituation eines leidenden Volkes heraus, das sich nach einem Erlöser sehnt – und wie oft in der Geschichte gibt es auch in Wagners romantischer Oper jemanden, der dieses Bedürfnis ausnutzt und sich als neue Leitfigur in Szene setzt. Nicht nur Elsa, sondern auch das brabantische Volk überzeugt der neue Heilsbringer – auch wenn er seinen Widersacher mit durchaus fragwürdigen Methoden niederringt.

Deutsch mit italienischen und englischen Übertiteln

Opern- und Ballettsaison 2026–27

Lohengrin

Musik von Richard Wagner

Besetzung

Die Produktion

Dirigent: ENRICO CALESSO

Regie und Bühnenbild: ARNAUD BERNARD

Mitarbeitende Regie: YAMAL DAS IRMICH

Kostümbild: CARLA RICOTTI

Lichtdesign: EMANUELE AGLIATI

Videodesign: SERGIO METALLI

Dramaturgie: ANNA BORODINA

Neuproduktion der Fondazione Teatro Lirico Giuseppe Verdi di Trieste

 

Figuren und Darsteller

Lohengrin: DMITRY KORCHAK 13., 15., 20., 22./XI

Lohengrin: DAVID DANHOLT 14., 21./XI

Elsa von Brabant: GABRIELA SCHERER 13., 15., 20., 22./XI

Elsa von Brabant: REGINA RIEL 14., 21./XI

Ortrud: ELENA BATOUKOVA – KERL 13., 15., 20., 22./XI

Ortrud: CARMEN TOPCIU 14., 21./XI

Friedrich von Telramund: MARTIN GANTNER 13., 15., 20., 22./XI

Friedrich von Telramund: LARS FOSSER 14., 21./XI

Heinrich der Vogler: EVGENY STAVINSKY

Der Heerrufer des Königs: SEBASTIAN HOLECEK

Ludwig: LEANDRO AMATO (Schauspieler)

Chorleitung: PAOLO LONGO

Orchester, Chor und Techniker der Fondazione Teatro Lirico Giuseppe Verdi di Trieste

Veranstaltungsort
Teatro Verdi Trieste

Das Teatro Lirico Giuseppe Verdi ist ein Opernhaus in Triest, Italien, und wurde nach dem Komponisten Giuseppe Verdi benannt. Es wurde privat errichtet und am 21. April 1801 mit einer Aufführung von Johann Simon Mayrs Ginevra di Scozia als Teatro Nuovo eingeweiht, um das kleinere „Cesareo Regio Teatro di San Pietro“ mit 800 Sitzplätzen zu ersetzen. Ursprünglich hatte das Nuovo 1.400 Sitzplätze. Im Jahr 1821 wurde es als Teatro Grande bekannt.

 

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde der Bedarf nach einem neuen Theater in Triest deutlich. Sein Haupttheater, das Teatro di San Pietro, wurde zunehmend unzulänglich und schloss schließlich im Jahr 1800 seine Pforten. Seit 1795 lag dem österreichischen Kanzlei ein Vorschlag von Giovanni Matteo Tommasini vor, ein Privattheater zu bauen, und im Juni 1798 wurde ein Vertrag aufgesetzt, wonach die jährlichen Mittel von der Gemeinde kommen würden und Tommasini die Rechte an mehreren Logen sowie die Rechte zum Verkauf weiterer Logen halten würde. Gian Antonio Selva, der Architekt des La Fenice in Venedig, wurde engagiert und entwarf einen klassischen Zuschauerraum in Hufeisenform. Seine Außenentwürfe waren den Österreichern jedoch zu schlicht, und so beauftragten sie einen anderen Architekten, Matteo Pertsch, um das Problem zu lösen. Dies gelang durch die Einbeziehung von Elementen des Mailänder Opernhauses La Scala. Das „Nuovo“ wurde zu einer Mischung aus La Fenice im Inneren und La Scala von außen.

Geschichte

Während der Existenz des Theaters kam es zu mehreren Namensänderungen. Die erste im Jahr 1821, als es zum Teatro Grande wurde[1], und unter diesem Namen fanden im Theater zwei Opernpremieren von Verdi statt: Il corsaro im Jahr 1848 (mit der Sopranistin Giuseppina Strepponi, die Verdi 1859 heiratete, in der Hauptrolle) und Stiffelio, eine Produktion, die Verdi – nicht ohne Kontroversen – 1850 beaufsichtigte.[2] Vor diesen Premieren dominierten jedoch bereits Verdis Opern die Bühne des Teatro Grande. Im Laufe des Jahrhunderts folgten ihnen alle großen Werke des Opernrepertoires, darunter auch jene von Puccini und Wagner.

 

Eine weitere Namensänderung folgte 1861 aufgrund eines Wechsels von privatem zu öffentlichem Eigentum. So wurde es zum Teatro Comunale und blieb als solches bis ins späte 19. Jahrhundert bestehen. Bis 1881 wurde die Sitzplatzkapazität durch Nutzung vorhandener Stehplätze auf 2.000 erhöht. Doch im Dezember desselben Jahres wurde das Theater für unsicher erklärt und wegen Renovierungsarbeiten geschlossen. Bei der Wiedereröffnung 1889 mit 1.000 Sitzplätzen wurde die Gasbeleuchtung durch Elektrizität ersetzt.

Wenige Stunden nach seinem Tod im Januar 1901[3] wurde das Theater erneut umbenannt, diesmal zu Ehren von Giuseppe Verdi. Es wurde zwischen 1992 und 1997 umfassend restauriert und mit etwa 1.300 Sitzplätzen[4] und einem Viva Verdi-Konzert[3] wiedereröffnet, das Ausschnitte aus vielen Opern des Komponisten enthielt. (Wie bei der Restaurierung der Scala zwischen 2001 und 2004 wurde in Triest rasch ein temporärer Ausweichort geschaffen und die Sala Tripcovich bietet weiterhin Platz für Kammeropern und Operetten.)

 

Ein Hauptmerkmal des Spielplans des Teatro Verdi in den letzten 40 Jahren, das auf die ursprüngliche österreichische Besetzung der Stadt im 19. Jahrhundert und die Tatsache zurückzuführen ist, dass Triest erst 1918 Teil Italiens wurde, ist das „Internationale Operettenfestival“, das jeden Sommer stattfindet.

Uraufführungen Folgende Opern wurden im Theater uraufgeführt: Ginevra di Scozia von Simon Mayr, 21. April 1801, Annibale in Capua von Antonio Salieri, 20. Mai 1801, Ricciarda di Edimburgo, von Cesare Pugni, 29. September 1832. Enrico II. von Otto Nicolai, 26. November 1839, Il. corsaro von Giuseppe Verdi, 25. Oktober 1848 Stiffelio von Giuseppe Verdi, 16. November 1850 Nozze istriane von Antonio Smareglia, 28. März 1895

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