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Der Troubadour

VenueTeatro del Maggio - Staatsoper Florenz Italien
CalendarDi. 23 Feb. 2027 - Di. 02 März 2027
Inhalt / Details

Nach zwei Sinfoniezyklen mit sämtlichen Sinfonien Beethovens und Mendelssohns in der Saison 2026 widmet sich der Musikdirektor des Maggio Musicale Fiorentino, Daniele Gatti, der ersten von drei Opern, die er in der Saison 2027 dirigieren wird: einer Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Il trovatore unter der Regie von Leo Muscato. Die Premiere findet am 23. Februar um 20:00 Uhr statt, weitere Aufführungen folgen am 26. Februar um 20:00 Uhr, am Sonntag, den 28. Februar um 15:30 Uhr, sowie am 2. März um 20:00 Uhr. Die Oper markiert das Debüt von Mariangela Sicilia als Leonora, Gabriele Viviani als Graf di Luna, Valentina Pernòzzoli als Azucena, Antonio Poli als Manrico und Riccardo Zanellato als Ferrando. Maestro Gattis Vision ist es, eine „romantische“ und jugendliche Version im Geiste der Figuren aus Verdis Meisterwerk zu präsentieren, die in der Handlung tatsächlich Zwanzigjährige sind. Ein Trovatore, der sich von den „stark gefärbten“ Aufführungen distanzieren wird, an die uns eine bestimmte vokale Interpretationspraxis gewöhnt hat.

Neue Inszenierung

 

Die Handlung

Erster Akt: „Il duello“ – Das Duell

Erstes Bild: Vorhalle im Schloss von Aliaferia

In der Vorhalle des Schlosses von Aliaferia lagern müde die Wachsoldaten. Um sie munter zu halten, erzählt ihnen Hauptmann Ferrando eine Episode aus der jüngeren Geschichte des Grafenhauses: Der Vater des jetzigen Grafen von Luna hatte zwei Söhne. Der jüngere mit Namen Garcia soll das Opfer von Zauberkünsten einer Zigeunerin geworden sein, die deshalb zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurde. Aus Rache habe deren Tochter den jungen Grafensohn geraubt und den Flammen überantwortet. In der Asche der Mutter fand man später die verkohlte Leiche eines Kindes. Der alte Graf sei überzeugt gewesen, so Ferrando, dass sein jüngerer Sohn noch lebe, und habe vor seinem Tod den älteren Sohn mit der Suche nach dem Bruder und der Tochter der Zigeunerin beauftragt.

Zweites Bild: Gärten des Schlosses

Am Abend gesteht Leonora ihrer Freundin Ines im Park des Schlosses ihre Liebe zu dem Troubadour Manrico. Auch der Graf von Luna wirbt um die Gunst Leonoras. Diese hört in der Ferne Manrico ein Lied singen und will zu ihm eilen – findet sich jedoch in den Armen des Grafen wieder, den sie im Dunkeln für Manrico gehalten hatte. Als dieser erscheint, hält er sie für treulos, doch sie versichert ihm ihre Liebe. Sodann erkennen beide Männer, dass sie nicht nur Rivalen in der Liebe, sondern zugleich politische Widersacher sind: Manrico steht auf Seiten des rebellischen Herzogs von Urgel. Leonora kann das Duell der beiden nicht verhindern. Manrico besiegt den Grafen, nützt jedoch seinen Sieg nicht aus, sondern wird im Gegenzug selbst schwer verwundet.

 

Zweiter Akt: „La gitana“ – Die Zigeunerin

Erstes Bild: Eine verfallene Hütte

Die Zigeuner sind nach einer Schlacht in ihr Lager zurückgekehrt. Dort wird Azucena, die Manrico nach seinem Duell gesundgepflegt hat, von der Vision des grausamen Feuertodes ihrer Mutter verfolgt. Sie gesteht in einer plötzlichen Aufwallung ihrem Adoptivsohn Manrico, dass sie damals in der Erregung versehentlich den eigenen, leiblichen Sohn dem Feuer übergeben habe, weicht aber den weiterforschenden Fragen Manricos über seine Herkunft aus. Manrico versteht aber, dass er nicht ihr leiblicher Sohn ist. Azucena kann nicht verstehen, dass Manrico den im Duell unterlegenen Grafen von Luna nicht getötet hat, der ihn – auch aus politischen Gründen – weiterhin verfolgt. Der Bote Ruiz meldet Manrico dessen Ernennung zum Kommandanten, übergibt ihm den Befehl des Herzogs von Urgel, die Festung Castellor zu verteidigen und berichtet von Leonoras Entschluss, ins Kloster zu gehen, da sie vom angeblichen Tod des Geliebten auf dem Schlachtfeld erfahren habe. Manrico eilt zu ihr, um sie von diesem Entschluss abzuhalten, obwohl ihn Azucena zurückhalten will, weil sie ihn nach dem Duell noch als geschwächt ansieht und um sein Leben fürchtet.

Zweites Bild: Vorhalle eines Klosters in der Nähe von Castellor

Leonora soll von den Nonnen den Schleier bekommen und nimmt Abschied von Ines. Als Graf von Luna (Manricos Feind und Rivale) Leonora mit Hilfe seiner Mannen entführen will, kann Manrico dies gerade noch rechtzeitig mit seinen Gefolgsleuten verhindern. Er entwaffnet den Grafen und entkommt mit Leonora. Luna schwört Manrico Rache.

 

Dritter Akt: „Il figlio della zingara“ – Der Sohn der Zigeunerin

Erstes Bild: Lager

Im Kriegslager des Grafen von Luna herrscht Angriffsstimmung. Manrico und Leonora befinden sich auf der nahe gelegenen Festung Castellor, die gegen Lunas Heer verteidigt werden soll. Ihre Lage ist kritisch. Azucena ist gefangen genommen worden, und Hauptmann Ferrando erkennt in ihr die Zigeunerin wieder, die damals Lunas jüngeren Bruder geraubt hatte. Azucena soll auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.

Zweites Bild: Saal neben der Kapelle von Castellor

Eingeschlossen auf Castellor wollen sich Leonora und Manrico trauen lassen. Da meldet Ruiz die Gefangennahme Azucenas. Um diese zu retten, befiehlt Manrico einen Überfall auf das gegnerische Lager.

 

Vierter Akt: „Il supplizio“ – Das Hochgericht

Erstes Bild: Ein Flügel des Schlosses von Aljafería

Lunas Partei hat gesiegt. Manrico ist mit seinem Angriff gescheitert und in Gefangenschaft geraten. Er erwartet im Kerker des Schlosses Aljafería – im Schloss von Aljafería zeigt man heute noch den Turm des Troubadours – zusammen mit Azucena die Hinrichtung. Leonora konnte fliehen. Um den Geliebten zu retten, gibt sie den Liebeserklärungen des Grafen zwar nach, doch hat sie heimlich Gift genommen.

Zweites Bild: Finsterer Kerker

Azucena hat im Kerker Visionen und nimmt Abschied von Manrico. Leonora kann Manrico noch die Nachricht von seiner Befreiung überbringen. Aber er weist diese Hoffnung zurück, da sie nicht mit ihm kommen will und er, weil er ihr Opfer durchschaut, sich nun von ihr verraten glaubt. Erst als sie ihm ihr Verhalten erklärt und dann sterbend zusammenbricht, erkennt er ihre Treue. Als Graf Luna die tote Leonora sieht, lässt er, rasend vor Wut, Manrico zur Hinrichtung führen. Azucena, die erwacht und von Luna gezwungen wird, diesen Akt mitanzusehen, schleudert ihm entgegen „Er war dein Bruder! Du bist nun gerächt, o Mutter!“ und bricht zusammen. Manrico war der geraubte Sohn des Grafen, Lunas jüngerer Bruder. Der Fluch der Zigeunerin hat sich erfüllt, Luna muss mit seiner Schuld nun weiterleben.

Besetzung

DAUER

Ungefähr 2 Stunden und 50 Minuten (einschließlich Pause)

 

KÜNSTLER

Konzertmeister und Dirigent: Daniele Gatti

Chorleiter: Lorenzo Fratini

Regie: Leo Muscato

Bühnenbild: Andrea Belli

Kostüme: Margherita Baldoni

Licht: Alessandro Verazzi

Orchester und Chor des Maggio Musicale Fiorentino

Der Graf von Luna: Gabriele Viviani

Leonora: Mariangela Sicilia

Azucena: Valentina Pernòzzoli

Manrico: Antonio Poli

Ferrando: Riccardo Zanellato

Ines: Chiara Salerno*

Ruiz: Francesco Congiu*

Eine alte Zigeunerin: Nicolò Ayroldi°

Ein Bote: Luca Tamani°

* Künstler des Maria Manetti Shrem Emerging Artists Program
° Künstler des Chors des Maggio Musicale Fiorentino

Veranstaltungsort
Teatro del Maggio - Staatsoper Florenz Italien

Das Teatro del Maggio befindet sich im Zentrum, in der Nähe der alten Stadtmauern, neben der historischen Stazione Leopolda. Der Garten, der die Besucher willkommen heißt, ist der Piazzale Vittorio Gui, benannt nach dem Gründer des Stabile Orchestrale Fiorentina und dem Maggio Musicale Fiorentino.


Mit dem Zug
Santa Maria Novella ist der Hauptbahnhof von Florenz.
Von dort aus erreichen Sie das Theater zu Fuß (ca. 10-15 Minuten) oder mit der Straßenbahn (Haltestelle) oder einem Taxi.


Mit dem Auto
Die Opera di Firenze liegt etwas außerhalb des ZTL-Gebietes.
Es ist möglich, in der Nähe des Parco delle Cascine oder gegen Gebühr auf dem Parkplatz Porta al Prato (Via Elio Gabbuggiani, 7) und auf dem Parkplatz Piazza Vittorio Veneto zu parken.


Mit dem Bus
Die Linien C1, C2 und D (Haltestelle Leopolda);
Linien 17 und 23A-B (Haltestelle Via delle Carra);
Linien 17B-C, 22, 23N, 23 und 57 (Haltestelle Pierluigi da Palestrina);
Linien 29, 29B, 29BA, 29BC, 29D, 30A, 30B, 30AC, 35 und 35° (Haltestelle Leopolda - Porta al Prato; Capolinea).


Mit der Straßenbahn
Linie T1 (Haltestelle Porta al Prato - Parco della musica).

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