Niemand würde es wagen, Alexander Malofeevs Status als überragenden Virtuosen in Frage zu stellen. Doch der junge Star begnügt sich nicht mit bloßer Virtuosität – er denkt gerne außerhalb des Rahmens, wie dieses Recital eindrucksvoll beweist.
Er entführt uns in skandinavische Gefilde mit Sibelius, dessen „Trees“ – bezaubernde Miniaturen mit volkstümlichem Duft – eine Synthese zwischen Chopin und Liszt auf der einen sowie dem französischen Impressionismus auf der anderen Seite schaffen.
Grieg belebt barocke Tänze in seiner Hommage an den großen dänischen Schriftsteller Ludvig Holberg neu (mit einem erhabenen „Air“, das an Bach erinnert).
Der ebenfalls finnische Rautavaara wechselt zwischen atemberaubender Bewegung und schwebenden Momenten.
Alexander Malofeev kehrt dann in seine russische Heimat zurück: mit Skrjabins „Walzer“, der zunächst melancholisch beginnt und sich allmählich zu einem immer ekstatischeren Lyrismus steigert; mit Prokofjews energischer „Sonate Nr. 2“; mit Strawinskys brillantem Neoklassizismus in der „Sinfonie für Blasinstrumente“ in der Transkription von Arthur Lourié; und schließlich mit Lourié selbst – vielleicht der französischste aller russischen Komponisten –, dessen „Fünf fragile Präludien“ eine melodische und harmonische Feinheit von seltener Transparenz erreichen.
Programm
Jean Sibelius • Die Bäume op. 75
Edvard Grieg • Holberg-Suite op. 40
Sergei Prokofjew • Sonate Nr. 2
Alexander Skrjabin • Walzer op. 38
Igor Strawinsky • Sinfonie für Blasinstrumente (Bearb. von Arthur Lourié)
Arthur Lourié • Fünf fragile Präludien op. 1
Interpret
Alexander Malofeev • Klavier
Das Theaterteam unternimmt alle Anstrengungen, um die Vorstellung pünktlich zu beginnen. Wir empfehlen, mindestens eine halbe Stunde vor Beginn zu erscheinen. Nach Beginn der Vorstellung kann Ihre Platzkategorie nicht mehr garantiert werden und Sie werden so platziert, dass die laufende Aufführung nicht gestört wird.