Am 10. Oktober um 17:00 Uhr hebt sich der Vorhang für Adriana Lecouvreur von Francesco Cilea in der Produktion der Opéra Royal de Wallonie in Lüttich. Weitere Vorstellungen sind für Donnerstag, den 14. Oktober, um 20:00 Uhr, Sonntag, den 17. Oktober, um 15:30 Uhr und Dienstag, den 19. Oktober, um 20:00 Uhr angesetzt. Francesco Lanzillotta dirigiert die Vorstellungen, die Regie führt Arnaud Bernard. Die Rolle der Adriana wird am 10., 14. und 17. Oktober von Chiara Isotton übernommen, während Marta Mari am 19. Oktober die Titelrolle verkörpert. Zur Besetzung gehören außerdem Ksenia Dudnikova als Fürstin von Bouillon, Piero Pretti als Maurizio di Sassonia und Roberto de Candia als Michonnet. Ein besonders faszinierendes musikwissenschaftliches Detail dieser Produktion ist die Tatsache, dass Francesco Lanzillotta die kurze Arie für den Fürsten von Bouillon (Nicola Ulivieri), die anlässlich der Uraufführung der Oper in Mailand im Jahr 1902 gestrichen wurde und anschließend verloren ging, neu orchestrieren und wieder in die Partitur aufnehmen wird.
Handlung
Erster Akt
Der Star der Comédie-Française, die Schauspielerin Adriana Lecouvreur, liebt den Grafen Maurizio. Ihre Rivalin in dieser Liebe ist die Fürstin von Bouillon. Deren Mann, der Fürst von Bouillon, hat einen Brief der Fürstin an Maurizio abgefangen. Er hält seine Mätresse, die Schauspielerin Duclos, für die Absenderin, beschließt, das Paar zu überführen, und leitet den Brief an den Grafen weiter.
Zweiter Akt
Bei dem Stelldichein anlässlich eines Festes in der Villa der Duclos bemerkt die Fürstin, dass sie Maurizios Liebe an eine andere verloren hat. Der Fürst trifft ein, bald darauf Adriana. Maurizio versteckt sich vor dem Fürsten und bittet Adriana, der Fürstin die Flucht vor ihrem Ehemann zu ermöglichen. Aus Liebe zu ihm willigt sie ein.
Dritter Akt
Die Fürstin verschafft sich Gewissheit darüber, wer ihre Rivalin ist. Sie erzählt Adriana, Maurizio sei in einem Duell verwundet worden. An Adrianas Reaktion kann die Fürstin ihre Liebe zu dem Grafen ablesen. Für diese Finte rächt sich Adriana, indem sie bei ihrem anschließenden Auftritt die letzten Zeilen eines Monologes aus Phèdre von Racine so betont, dass sie die verkommene Moral der Fürsten anklagen.
Vierter Akt
An ihrem Geburtstag wartet Adriana zunächst vergeblich auf Maurizio. Unter ihren Geschenken findet sich ein Kästchen mit einem Veilchenstrauß. Adriana, die die Blumen für ein Abschiedsgeschenk ihres Geliebten hält, atmet ihren Duft ein. In Wahrheit ist aber die Fürstin von Bouillon die Absenderin, die die Blumen mit einem tödlichen Gift beträufelt hat. Als Maurizio endlich erscheint, stirbt Adriana in seinen Armen.