Vorführungen der Ballettschule

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April 2021
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Unter der Leitung von Elisabeth Platel präsentiert die Ballettschule der Pariser Oper ihre Jahresproduktion. Anlässlich des zehnten Todestages von Roland Petit, der selbst einer der Sprösslinge der Schule war, führen die jungen Schülerinnen und Schüler erneut sein erstes Ballett Les Forains auf, das eine Wandertruppe mit Musik von Henri Sauguet darstellt. Im gleichen Scharlatan-Geist erweckt José Martinez' Scaramouche die Figuren der Commedia dell'arte zum Leben und entführt uns zum Klang einer jazzigen Partitur von Darius Milhaud in die Magie des italienischen Theaters. In einer abstrakten Choreographie von Nils Christe erinnert die Sinfonie in drei Sätzen schließlich an die Qualen des Krieges, die Strawinsky zu seiner großartigen Partitur inspiriert haben. Eine ganze Reihe verschiedener Interpretationen der an der Schule gelehrten klassischen Technik, die das Publikum bei diesen Vorführungen entdecken kann. Die "Gala der Ballettschulen des 21. Jahrhunderts" bietet Schülern mehrerer internationaler Institutionen die Möglichkeit, einen Abend lang auf der Bühne des Palais Garnier aufzutreten.

Programm und Besetzung

Les Forains

Libretto : Boris Kochno

Musik : Henri Sauguet

Choreographie : Roland Petit

Dirigent : Yannis Pouspourikas


Scaramouche

Musik : Darius Milhaud

Choreographie : José Martinez

Dirigent : Yannis Pouspourikas


SYMPHONIE EN TROIS MOUVEMENTS

Musik : Igor Strawinsky

Choreographie : Nils Christe

Dirigent : Yannis Pouspourikas

Pariser Oper - Palais Garnier

Die Pariser Oper (offizieller Name: Opéra National de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle in der Operngeschichte. Die Institution der Opéra wurde immer als unabhängig von ihren wechselnden Aufführungsorten betrachtet. Vor der Französischen Revolution (seit 1669) hieß sie Académie Royale de musique und war in die Académie Royale eingegliedert.

Die Opéra war am Ende des 17. Jahrhunderts (ähnlich wie die Comédie-Française für das gesprochene Drama) das offizielle Theater des französischen Hofs. Im Unterschied zur Comédie-Française bekam die Opéra keine königlichen Subventionen und musste ihre Kosten zum Teil durch Vermietung ihrer Privilegien decken. Am Ende des 18. Jahrhunderts gesellte sich zu ihr die Opéra-Comique als Institution einer bürgerlichen Gegenkultur zur Opéra. Im 19. Jahrhundert zog sich der Adel von der Oper zurück, und als Gegengewicht zur aufstrebenden Gattung der Opéra comique entwickelte sich die Grand opéra als neue und ebenfalls bürgerliche Stütze der Opéra. Aus den Tanzeinlagen der Opern, die in Frankreich immer sehr wichtig waren, entwickelte sich hier das eigenständige Ballett. – Als „nationale“ Institution besteht die Opéra bis heute.

Die Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, ist eines der zwei Pariser Opernhäuser, die der staatlichen Institution Opéra National de Paris unterstehen. Die Opéra Garnier wurde 1875 eröffnet und liegt am rechten Seineufer im 9. Bezirk. Ihren Namen verdankt sie ihrem Erbauer Charles Garnier. Seit der Eröffnung der Opéra Bastille im Jahre 1989 wird die Opéra Garnier hauptsächlich für Ballettaufführungen des hauseigenen Ballettensembles Ballet de l'Opéra de Paris genutzt, führt aber nach wie vor auch klassische Opern auf.

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