Tristan und Isolde

Tickets bestellen
PreviousJuli 2027
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So

 

HÖHEPUNKT DER OPERNSAISON: TRISTAN UND ISOLDE IN REGIE VON ROBERT WILSON

Ein musikalisches, theatralisches und kulturelles Ereignis der Saison – nicht nur in Slowenien, sondern in ganz Europa!

Richard Wagners Tristan und Isolde gilt als eines der bedeutendsten Werke der westlichen klassischen Musik und als Höhepunkt der europäischen Kunst im Allgemeinen. Vier europäische Opernhäuser aus Belgien, Polen, Spanien und Slowenien haben sich zu diesem beeindruckenden Projekt zusammengeschlossen. Tristan und Isolde wird in Koproduktion mit führenden Opernhäusern realisiert – La Monnaie in Brüssel, Teatro Real in Madrid und Opera Wroclaw.

Robert Wilson, einer der einflussreichsten und visionärsten Regisseure des zeitgenössischen Theaters und der Oper, inszeniert Wagners Meisterwerk Tristan und Isolde zum ersten Mal in seiner fast 60-jährigen Karriere. Dies wird ein historisches Ereignis für das Opernhaus Ljubljana sein, in dem die erste slowenische Produktion dieses großartigen Werkes aufgeführt wird.

Wir kündigen ein einzigartiges musikalisches und theatralisches Spektakel an – ein Erlebnis, das Sie sich einfach nicht entgehen lassen dürfen!

Sehen Sie unten die einleitenden Worte des Dramaturgen Konrad Kuhn, exklusive Fotos von den vorbereitenden Studio-Proben von Tristan und Isolde, die im Juni in unserem Theater stattfanden, sowie eine Videobotschaft von Robert Wilson.

 

Handlung

 

Vorgeschichte

Das britische Königreich Cornwall, das von König Marke beherrscht wird, ist dem Königreich Irland zinspflichtig. Der irische Fürst Morold segelt nach Cornwall, um dort den fälligen Zins einzuholen. Es kommt zum Unabhängigkeitskrieg des Landes gegen Irland, und Morold wird von Markes Neffen und treuem Vasallen Tristan getötet. Statt des Zinses schickt Tristan Morolds Haupt nach Irland, an dessen Verlobte, die irische Königstochter Isolde. Später schwören die Herrscher von Irland und Cornwall sich „Urfehde“, also den Verzicht auf weitere Kämpfe.

 

Tristan ist bei dem Kampf gegen Morold schwer verwundet worden. Tristan weiß um Isoldes Heilkunde und lässt sich unter dem Pseudonym (und Anagramm) Tantris in einem Boot an die Küste Irlands treiben, um von ihr geheilt zu werden. Isolde pflegt ihn und erkennt in ihm den Mörder ihres Verlobten, da der Splitter, den sie aus Morolds Haupt gezogen hatte, genau in die Scharte in Tristans Schwert passt. Sie beschließt, den Wehrlosen mit seiner Waffe zu töten. Als Tristan ihr jedoch in die Augen blickt, verliebt sie sich in ihn und lässt das Schwert sinken. Sie heilt Tristan und lässt ihn inkognito nach Cornwall zurückkehren.

 

Wieder in Cornwall überredet Tristan seinen Herrn und Onkel König Marke, Isolde zu heiraten, um den Frieden mit Irland zu besiegeln. Als Brautwerber kehrt Tristan nach Irland zurück; das irische Königspaar willigt ein, Isolde, die ihr Geheimnis niemandem anvertraut hat, als Unterpfand des Friedens nach Cornwall an Marke zu geben. Mit Isolde an Bord segelt Tristan nach Cornwall zurück. Auf dem Schiff vermeidet er jeden Kontakt mit ihr.

 

Erster Aufzug

Zeltartiges Gemach auf dem Vorderdeck eines Seeschiffes – Überfahrt von Irland nach Cornwall.

Isolde ist tief gedemütigt, dass sie dem „müden König“ von Cornwall als Friedenspfand zugeführt wird, vor allem aber, dass ausgerechnet Tristan, in den sie sich verliebt und dem sie das Leben geschenkt hat, die Rolle des Brautwerbers übernommen hat.

Durch ihre Dienerin Brangäne lässt sie Tristan zu einer Unterredung auffordern. Tristan lehnt diese ab. Tristans Gefolgsmann Kurwenal verspottet Brangäne: Sein Herr könne nicht der Magd dienen, die er dem König Marke schenke.

 

Isolde offenbart Brangäne, dass sie Tristan einst das Leben gerettet hat und dass er ihr ewige Dankbarkeit und Treue schwor. Sie könne die Qual nicht ertragen, ungeliebt ständig in der Nähe des „hehrsten Mannes“ zu sein. Brangäne missversteht sie und versucht, ihre Herrin damit zu trösten, dass sie von Isoldes Mutter eine Reihe von Zaubersäften erhalten habe, darunter einen Liebestrank für den Fall, dass sie an einen ungeliebten Gatten verheiratet werde. Isolde erklärt Brangäne, einzig der Todestrank sei für sie brauchbar.

 

Isolde lässt Tristan ausrichten, dass sie Cornwall nicht betreten werde, wenn er sie nicht zuvor für seine Schuld um Vergebung gebeten habe. Ihrer Dienerin Brangäne gibt sie den Auftrag, ihr, wenn Tristan kommt, den Todestrank zu reichen, um Tristan damit zu töten.

 

Tristan erscheint bei Isolde. Sie verlangt von ihm Genugtuung für den Mord an Morold, er willigt ein. Isolde reicht ihm einen Trank „zu sühnen alle Schuld“, wobei sie glaubt, der Trank werde ihm und ihr den Tod bringen. Tatsächlich aber hat Brangäne es nicht über sich gebracht, ihr den Todestrank zu reichen, und ihn gegen den Liebestrank ausgetauscht. Nachdem Tristan und Isolde davon getrunken haben, gestehen sie einander angesichts des bald erwarteten Todes ihre Liebe. In diesem Moment landet das Schiff in Cornwall.

 

Zweiter Aufzug

Garten mit hohen Bäumen vor dem Gemach Isoldes – Cornwall.

König Marke ist mit seinem Gefolge auf nächtliche Jagd gegangen; Isolde erwartet unterdessen im Garten seiner Burg den heimlichen Besuch Tristans. Ungeachtet der Warnung Brangänes vor Tristans Freund Melot, der den Liebenden nachspioniere, löscht Isolde selbst die Fackel, womit sie dem Geliebten das vereinbarte Zeichen zu kommen gibt. Tristan stürzt in ihre Arme und beide versichern sich ihrer grenzenlosen Liebe, die selbst der Tod nicht beenden könne. Sie ersehnen die ewige Aufnahme in das „Wunderreich der Nacht“. Die Nacht symbolisiert dabei die innerliche Welt der wahren, uneingeschränkten Liebe, der Tag steht im Gegensatz dazu für die äußerliche Welt der (Selbst-)Täuschung durch gesellschaftliche Zwänge wie dem Streben nach Ruhm und Ehre, welche Tristan beherrscht und zum Konflikt geführt hatten.

 

O sink hernieder, Nacht der Liebe,
gib Vergessen, daß ich lebe;
nimm mich auf in deinen Schoß,
löse von der Welt mich los!
So stürben wir, um ungetrennt –
ewig einig, ohne End’,
ohn’ Erwachen – ohn’ Erbangen –
namenlos in Lieb’ umfangen,
ganz uns selbst gegeben,
der Liebe nur zu leben!
Ohne Nennen, ohne Trennen,
neu Erkennen, neu Entbrennen;
ewig endlos, ein-bewußt:
heiß erglühter Brust
höchste Liebeslust!

 

In ekstatischen Beteuerungen ihrer Liebe ignorieren sie Brangänes Warnruf vor dem anbrechenden Tag, weihen sich vielmehr der ewigen Nacht und wünschen, dass nie mehr Tag werde und sie gemeinsam den Liebestod als höchste Vollendung ihrer Liebe stürben. In diesem Augenblick überraschen sie Marke und sein Hofstaat, vom Verräter Melot angeführt. Der König, der gesteht, Isolde aus Ehrfurcht nie berührt zu haben, ist bestürzt über die Untreue seines geliebten Neffen und Freundes Tristan, der verzweifelt versucht, die störenden „Tagsgespenster“ zu verbannen. Dann aber stellt sich Tristan der Realität und fasst den Entschluss, Isolde um ihrer beider Geheimnis willen in das „Wunderreich der Nacht“, in den Tod, vorauszugehen. Isolde versichert, ihm folgen zu wollen, wohin er auch gehe. Mit einem letzten Kuss für Isolde provoziert Tristan Melot derart, dass dieser gegen den Verräter das Schwert zieht. Tristan dringt auf ihn ein, verteidigt sich aber nicht und sinkt, von Melot schwer verwundet, in Kurwenals Arme.

 

Dritter Aufzug

Garten auf Tristans Burg Kareol in der Bretagne.

Kurwenal hat seinen Herrn auf dessen Stammburg Kareol in der Bretagne gebracht. Dort durchlebt Tristan im Fiebertaumel noch einmal die Stationen seines Lebens, den frühen Verlust der Eltern, seine daher rührende Todessehnsucht und seine anfangs uneingestandene Liebe zu Isolde. Er sehnt sich nach dem erlösenden Tod, den ihm Isolde, wiederum als Heilerin, bringen soll. Mehrmals glaubt er, ein Schiff zu erspähen – Kurwenal hat nach Isolde geschickt –, wird aber von Halluzinationen getäuscht und verflucht den Liebestrank und sein Schicksal, Isolde nicht sehen und doch auch nicht sterben zu können. Endlich wird die Ankunft von Isoldes Schiff gemeldet. Als Isolde zu ihm eilt, reißt Tristan sich ekstatisch die Verbände vom Leib und stirbt in ihren Armen.

 

Ein zweites Schiff legt an, darin Marke mit seinem Gefolge und Brangäne. Kurwenal wirft sich den vermeintlich feindlichen Eindringlingen mit seinen Leuten entgegen und erschlägt Melot, wird aber selbst im Kampf tödlich verletzt. Marke beklagt die Toten: Er ist gekommen, um Tristan mit Isolde zu vermählen, nachdem ihm von Brangäne die Zusammenhänge um das Verhältnis des Liebespaares offenbart wurden. Isolde jedoch sinkt mit einer Vision, in der sie sich mit Tristan vollkommen vereint sieht, „wie verklärt“ über dessen Leiche.

 

Mild und leise wie er lächelt,
wie das Auge hold er öffnet –
seht ihr’s Freunde? Säht ihr’s nicht?
Immer lichter wie er leuchtet,
sternumstrahlet hoch sich hebt?
Seht ihr’s nicht?
Wie das Herz ihm mutig schwillt,
voll und hehr im Busen ihm quillt?
Wie den Lippen, wonnig mild,
süßer Atem sanft entweht –
Freunde! Seht!
Fühlt und seht ihr’s nicht?

 

Sie ertrinkt „in des Welt-Atems wehendem All“ – „ertrinken, versinken, unbewusst – höchste Lust!“ sind Isoldes letzte Worte. Die Schlussmusik, die heute meist als „Isoldes Liebestod“ bezeichnet wird, nannte Wagner selbst zunächst „Isoldes Verklärung“, bis er den Begriff des Liebestodes bei seinem späteren Arrangement von Vorspiel und Schlussszene als instrumentales Orchesterstück „Tristan und Isolde – Vorspiel und Liebestod“ auch selbst benutzte.

Programm und Besetzung

Musik: Richard Wagner
Libretto: Richard Wagner
Dirigent: Jacek Kaspszyk
Regie: Robert Wilson
Co-Regie: Nicola Panzer
Kostümdesigner: Jacques Reynaud
Bühnenbild: Robert Wilson
Assoziierter Bühnenbildner: Stephanie Engeln
Lichtdesigner: Robert Wilson
Haar & Make-up: Manuela Halligan
Videodesigner: Tomasz Jeziorski
Assoziierter Lichtdesigner: Marcello Lumaca
Dramaturgie: Konrad Kuhn
Sprachcoach: Anja Avbelj, Tomaž Zadnikar (Chor)
Chorleiter: Željka Ulčnik Remic
Konzertmeisterin: Anna Morgoulets
Assistenzdirigent: Jakob Barbo
Assistenzregie: Matej Prevc
Assistent Kostümdesign: Flavia Ruggeri
Zweiter Kostümassistent: Anjana Pavlič Polšak
Assistent Bühnenbild: Flavio Pezzotti
Korrepetitoren: Kayoko Ikeda, Višnja Kajgana, Irena Zajec, Irina Milivojević, Stefan Pajanović
Chor-Korrepetitorin: Marina Đonlić
Souffleure: Dejan Gebert, Urška Švara Kafol
Bühnenmeister: Tomaž Čibej

 

Besetzung:
Tristan: Daniel Frank k. g. / Jonathan Stoughton k. g.
Isolde: Magdalena Anna Hofmann k. g. / Edith Haller k. g.
Brangäne: Monika Bohinec k. g. / Dubravka Šeparović Mušović k. g.
König Marke: Peter Martinčič
Kurwenal: Jože Vidic
Melot: Ivan A. Arnšek
Ein Hirte: Matej Vovk
Ein Steuermann: Robert Brezovar
Stimme eines jungen Seemanns: Aljaž Farasin

Chor und Orchester des Slowenischen Nationaltheaters Oper und Ballett Ljubljana

Festival Ljubljana

SNT Oper und Ballett Ljubljana

Ankunft
Wir empfehlen Ihnen, rechtzeitig im Theater anzukommen. Nur so können Sie Ihre Garderobe abgeben, das Theaterprogramm durchblättern, Ihren Platz finden und sich mit Freunden unterhalten. Vergessen Sie nicht, dass auch andere Besucher dasselbe vorhaben, daher bitten wir Sie, mindestens 20 Minuten vor Vorstellungsbeginn einzutreffen.

 

Lage und Parkmöglichkeiten
Bei der Planung Ihrer Ankunft beachten Sie bitte, dass sich das Gebäude des Slowenischen Nationaltheaters Oper und Ballett Ljubljana im Stadtzentrum befindet. Es gibt drei öffentliche, kostenpflichtige Parkplätze oder Parkmöglichkeiten in den umliegenden Straßen. Der nächstgelegene Parkplatz im Freien befindet sich am Republikplatz, unter dem sich auch eine Parkgarage befindet. Drei Gehminuten entfernt finden Sie eine weitere Garage unter dem Kongressplatz. Ein etwas längerer Spaziergang führt Sie zum Parkplatz in der Trdinova-Straße.

 

Kleiderordnung im Theater
Unsere Kleiderordnung ist in erster Linie ein Ausdruck des Respekts gegenüber den Künstlern, den anderen Besuchern und uns selbst. Früher waren ein Anzug und eine Krawatte für Herren und ein elegantes Kleid für Damen bei Theater-, Opern-, Ballettaufführungen oder Konzerten Pflicht. Heute sind die Regeln nicht mehr so streng, dennoch raten wir Ihnen davon ab, Freizeit- oder Sportkleidung im Theater zu tragen.

 

Garderobe
Die Garderoben befinden sich im unteren Foyer und auf der Rang-Ebene.

 

Mobiltelefone und Uhren
Wir bitten Sie, sich und anderen Besuchern ein ungestörtes Erlebnis der Vorstellung zu ermöglichen. Mobiltelefone und Armbanduhren, die störende Geräusche machen, sollten zu Hause gelassen oder vor Beginn der Vorstellung ausgeschaltet werden.

 

Mitbringen von Speisen und Getränken von außen
Das Mitbringen von Speisen und Getränken von außen ist im Theater nicht gestattet.

Festivalul Ljubljana
Franz Gotz
© Jernej Prelac
Ähnliche Veranstaltungen