Tanzschul-Gala

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Unter der Leitung von Élisabeth Platel präsentiert die Tanzschule der Pariser Oper ihre jährliche Show. Anlässlich des zehnten Todestages von Roland Petit, der selbst ein Kind der Schule war, proben die jungen Studenten sein erstes Ballett, Les Forains, in dem eine Wandertruppe zu Musik von Henri Sauguet auftritt. Im gleichen Geist der Saltimbanque erweckt Scaramouche von José Martinez die Figuren der Commedia dell'arte wieder zum Leben und entführt uns zum Klang einer jazzigen Partitur von Darius Milhaud in die Magie des italienischen Theaters. Die Sinfonie in drei Sätzen von Nils Christe schließlich erinnert in einer abstrakten Choreographie an die Qualen des Krieges, die Strawinsky zu seiner großartigen Partitur inspiriert haben. All dies sind verschiedene Interpretationen der klassischen Technik, die an der Schule gelehrt wird, und das Publikum kann sie während der Vorführungen entdecken. Einen Abend lang werden bei der "Gala des Écoles de danse du XXIe siècle" auch Studenten mehrerer internationaler Institutionen auf der Bühne des Palais Garnier auftreten.     

Programm und Besetzung

Pariser Oper - Palais Garnier

Die Pariser Oper (offizieller Name: Opéra National de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle in der Operngeschichte. Die Institution der Opéra wurde immer als unabhängig von ihren wechselnden Aufführungsorten betrachtet. Vor der Französischen Revolution (seit 1669) hieß sie Académie Royale de musique und war in die Académie Royale eingegliedert.

Die Opéra war am Ende des 17. Jahrhunderts (ähnlich wie die Comédie-Française für das gesprochene Drama) das offizielle Theater des französischen Hofs. Im Unterschied zur Comédie-Française bekam die Opéra keine königlichen Subventionen und musste ihre Kosten zum Teil durch Vermietung ihrer Privilegien decken. Am Ende des 18. Jahrhunderts gesellte sich zu ihr die Opéra-Comique als Institution einer bürgerlichen Gegenkultur zur Opéra. Im 19. Jahrhundert zog sich der Adel von der Oper zurück, und als Gegengewicht zur aufstrebenden Gattung der Opéra comique entwickelte sich die Grand opéra als neue und ebenfalls bürgerliche Stütze der Opéra. Aus den Tanzeinlagen der Opern, die in Frankreich immer sehr wichtig waren, entwickelte sich hier das eigenständige Ballett. – Als „nationale“ Institution besteht die Opéra bis heute.

Die Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, ist eines der zwei Pariser Opernhäuser, die der staatlichen Institution Opéra National de Paris unterstehen. Die Opéra Garnier wurde 1875 eröffnet und liegt am rechten Seineufer im 9. Bezirk. Ihren Namen verdankt sie ihrem Erbauer Charles Garnier. Seit der Eröffnung der Opéra Bastille im Jahre 1989 wird die Opéra Garnier hauptsächlich für Ballettaufführungen des hauseigenen Ballettensembles Ballet de l'Opéra de Paris genutzt, führt aber nach wie vor auch klassische Opern auf.

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