Salome

Trotz ihres Egoismus, ihrer scheinbaren Brutalität und verwöhnten Verzogenheit, die letztlich den Tod anderer nach sich zieht, erregt die jugendliche und liebesbedürftige Prinzessin das Mitleid des Publikums. Ihre kindliche Unreife, ihre Einsamkeit machen sie eher zum Opfer als zur Täterin.

Inhaltsangabe

"Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen, fesseln und in den Kerker werfen lassen wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, die er zur Frau genommen hatte. Denn Johannes hatte dem Herodes vorgehalten: ‚Es ist dir nicht erlaubt, deines Bruders Frau zu haben. Das trug ihm Herodias nach. Sie wollte ihn aus dem Weg schaffen, aber sie konnte es nicht: denn Herodes hatte Scheu vor Johannes. Er kannte ihn als einen gerechten und heiligen Mann und nahm ihn in Schutz. Wenn er ihn hörte, wurde er sehr verlegen, aber dennoch hörte er ihn gern. Da kam ein gelegener Tag. Herodes gab an seinem Geburtstag seinen Fürsten, den Hauptleuten und den Vornehmen Galiläas ein Festmahl..." (Markus, Kapitel VI, Vers 17-21)

Narraboth, ein syrischer Hauptmann, schwärmt von der Schönheit Salomes. Die Tochter der Herodias verlässt das Fest und tritt aus dem Palast. Sie hört die Stimme des in einer Zisterne gefangen gehaltenen Täufers Jochanaan. Dessen Worte erwecken ihre Neugier. Sie will den Propheten sehen. Narraboth, dessen Verliebtheit sie ausnützt, erfüllt ihren Wunsch und läßt Jochanaan heraus, obwohl dies von Herodes verboten worden war.
Jochanaan nimmt keine Notiz von der Prinzessin Salome und predigt wider Herodias und den Tetrarchen. Die abweisende Haltung des Propheten entzündet die Begierde Salomes, den Mund Jochanaans zu küssen.
"Ich bin verliebt in deinen Leib, Jochanaan! Dein Leib ist weiß wie die Lilien auf einem Felde, von der Sichel nie berührt... In dein Haar bin ich verliebt. . . lass es mich berühren ...Deinen Mund begehr ich, Jochanaan . . . lass mich ihn küssen, deinen Mund."
Ihr Tun treibt Narraboth in den Selbstmord. Voller Verachtung kehrt Jochanaan in die Zisterne zurück.

Herodes und Herodias kommen aus dem Palast. Böse Ahnungen peinigen den Tetrarchen. Herodias fordert den Kopf des Jochanaan, als dessen mahnende Stimme wieder aus der Zisterne ertönt. Aber Herodes lehnt ab; er fürchtet den Propheten. Der Streit der Juden über die Auslegung von Schriftstellen mehrt seine Unsicherheit. Auch die Botschaft zweier Nazarener, die von der Ankunft des Messias berichten, ängstigt ihn.
Salome soll für Herodes tanzen. Sie lässt sich erst dazu bewegen, nachdem der Tetrarch geschworen hat, ihr als Belohnung einen Wunsch zu erfüllen.

Nach dem Schleiertanz nennt Salome ihren Wunsch: Den Kopf des Jochanaan. Herodes ist fassungslos. Er wehrt ab. Aber alle dargebotenen Reichtümer vermögen die Tochter der Herodias nicht umzustimmen. Der Tetrarch muß seinen Eid halten. Herodias nimmt ihm den Ring, das Siegel des Todesurteils, vom Finger und reicht ihn dem Henker. Der Kopf des Jochanaan wird Salome auf einer Silberschüssel gereicht.
"Du wolltest mich nicht deinen Mund küssen lassen, Jochanaan. Wohl, ich werde ihn jetzt küssen. Ich dürste nach deiner Schönheit. Ich hungre nach deinem Leib. Salome küsst den Mund des Propheten. ,,Denn das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes." - Von Grauen erfasst, befiehlt Herodes, Salome zu töten.

Programm und Besetzung

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Januar 2020
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Wiener Staatsoper

 

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Mit dem Auto / Parken


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Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn
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