Richard II

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Dezember 2021
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Elf Jahre ist Richard alt, als man ihn auf den Thron setzt, Isabel von Valois, seine Frau, ist mit sechs Jahren Königin geworden. Ein seltsam flirrendes Paar auf dem Thron, zwischen hypertrophen Höhenflügen und düsteren Ahnungen schwankend. Shakespeares “schlechtester König” hat das, was man Politik nennt, nie gelernt. Er hat wohl den Mord an einem seiner Onkel angeordnet, was ihm dieses Verbrechen aber für Vorteile gebracht haben könnte, bleibt unersichtlich.

 

Vielmehr rührt es die Opposition in der weitverzweigten Königsfamilie auf. Er hat Steuern und Abgaben erhöht, um einen prächtigen Hof zu führen, und damit große Teile des Adels gegen sich aufgebracht. Und er konfisziert das Vermögen eines anderen Onkels, kaum, dass der gestorben ist, und schickt den einzigen Erben in die Verbannung, um einen Feldzug gegen irische Rebellen zu finanzieren. Seine Regierung, ein Amtsmissbrauch.

Programm und Besetzung

König Richard II.: Jan Bülow
Königin Isabel: Stacyian Jackson
Johann von Gaunt/dessen Geist: Martin Schwab
Heinrich Bolingbroke, sein Sohn: Sarah Viktoria Frick
Herzog von York: Oliver Nägele
Herzogin von York: Sabine Haupt
Aumerle, deren Sohn: Bardo Böhlefeld
Bushy: Falk Rockstroh
Northumberland: Johannes Zirner
Percy, sein Sohn: Lukas Haas
Thomas Mowbray, Herzog von Norfolk: Gunther Eckes

 

Regie: Johan Simons
Bühne: Johannes Schütz
Kostüm: Greta Goiris
Musik: Mieko Suzuki
Licht: Friedrich Rom
Dramaturgie: Sebastian Huber, Koen Tachelet

 

Burgtheater

Am 14. März 1741 überließ Kaiserin Maria Theresia dem Theaterunternehmer Selliers ein neben der Hofburg leerstehendes Ballhaus zur Verpachtung an Schauspielertruppen. Ihr Sohn Joseph II. stellte es 1776 per Dekret als "Teutsches Nationaltheater" unter die Administration des Hofes. Damit begann die Glanzzeit der deutschsprachigen Schauspielkunst in Wien. Seit 1794 trägt das Theater den Namen "K.K. Hoftheater nächst der Burg". Es erlebte eine erste Blütezeit unter Direktor Joseph Schreyvogel (von 1814 bis 1832), der sich besonders um die Pflege der Weimarer Klassik bemühte und Franz Grillparzer an die Burg holte. Ein wichtiger Reformator des Hauses wurde Heinrich Laube (künstlerischer Leiter von 1849 bis 1867). Mit seinem literarisch anspruchsvollen Spielplan kam ein grandioses Schauspielerensemble an die Burg. "Diese Schauspieler spielen ihre eigene Situation in dieser Stadt, die eine einzigartige, vollkommen scheinhafte und dabei großartige ist." (Hugo von Hofmannsthal). Das berühmte Ensemble war und ist die wichtigste Konstante des Theaters.

Nach 130 Jahren Spielbetrieb wurde am 14.10.1888 - nach vierzehnjähriger Bauzeit - das neue Theaterhaus von Gottfried Semper und Karl Hasenauer am Ring eröffnet. Als erster elektrisch beleuchteter Monumentalbau erregte das Gebäude beachtliches Aufsehen - wenngleich bühnentechnische und akustische Mängel auftraten, die erst 1897 beseitigt wurden. Das ehemalige Hoftheater wurde der Verwaltung des Staates übergeben. Obwohl das Haus seit 1919 einfach "Burgtheater" heißt, hat sich an seiner Stirnseite ebenso wie an der Rückseite die alte Aufschrift "K.K. Hofburgtheater" unversehrt erhalten.

By Thomas Ledl - Own work, ©
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