Marina von Umberto Giordano

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Februar 2026
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Die Wiederentdeckung von Marina markiert ein historisches Ereignis: Die bislang unveröffentlichte Oper wird erstmals überhaupt in einer kritischen Edition aufgeführt. In seiner Jugend von Umberto Giordano komponiert, offenbart das Werk bereits jene dramatische Kraft und melodische Intensität, die den Komponisten von Andrea Chénier berühmt machen sollten. Das volkstümliche Milieu und die lebendig gezeichneten Figuren zeigen den Einfluss des aufkommenden Verismo, verbunden mit einem ausgeprägten theatralischen Instinkt. Diese Gelegenheit erweitert unseren Blick auf das Œuvre eines Komponisten, der die kulturellen und sozialen Spannungen Italiens an der Wende zum 20. Jahrhundert mit Leidenschaft eingefangen hat.

Programm und Besetzung

Programm

Umberto Giordano (1867–1948)
Marina
(Welturaufführung; kritische Edition herausgegeben von Andreas Gies, Editio Princeps, Libreria Musicale Italiana, Nationale Gesamtausgabe der Werke Umberto Giordanos)

 

Besetzung

Dirigent: Vincenzo Milletarì
Sopran: Sonya Yoncheva
Tenor: Freddie De Tommaso
Baritone: Ernesto Petti, Mihai Damian
Chor der Stiftung Teatro Petruzzelli
Chorleitung: Marco Medved
Orchestra I Pomeriggi Musicali

Teatro dal Verme

Das Teatro Dal Verme liegt an der Via San Giovanni sul Muro 2, wo sich früher das Theater Politeama Ciniselli befand. Das Opernhaus wurde vom Graf Francesco Dal Verme in Auftrag gegeben und von dem Architekten Giuseppe Pestagalli entworfen. Es war ursprünglich im 19. Jahrhundert und im frühen 20. Jahrhundert für Opernaufführungen benutzt. Heute ist das Theater nicht mehr für Oper benutzt, sonder es ist ein Standort für Konzerte, Spiel- und Tanzaufführungen, sowie auch für Ausstellungen und Konferenzen.

 Das originelle mit 3000 Sitzplätze Theater mit einer großen Kuppel wurde in der traditionellen Form des Hufeisen mit zwei reihen und einer breiten Loggia, die allein mehr als 1000 Sitzplätze zur Verfügung gibt. Die Eröffnung fand am 14. September 1872 mit einer Aufführung der Oper Die Hugenotten von Giacomo Meyerbeer statt, und es bald etablierte sich als eines der wichtigsten Opernhäuser in Italien.

 In der Blütezeit Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts zählte das Teatro Dal Verme zu den führenden Opernhäusern und war Ort zahlreicher Weltpremieren wie u.a. Giacomo Puccinis Le Villi (1884) oder Ruggero Leoncavallos Oper Pagliacci (1892). In den 1930er Jahren wurde das Haus hauptsächlich als Kino genutzt und während des Zweiten Weltkriegs größtenteils durch amerikanische Luftbombardierungen zerstört. Nach dem teilweisen Wiederaufbau 1946 wurde das Teatro Dal Verme für verschiedene Zwecke genutzt. In den 1950 Jahren wurde für Operettenaufführungen benutzt. Es war auch als Kino und der Saal für politische Konferenzen.

In den 1990er Jahren wurde das Gebäude modernisiert und verfügt heute über den Sala Grande mit ca. 1436 Sitzen, den kleineren Sala Piccola mit ca. 200 Sitzen und den Ausstellungsraum Sala Terrazzo. Seit September 2001 wird das Teatro Dal Verme von der Fondazione I Pomeriggi Musicali geführt, dessen Orchester es beherbergt.

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