L'elisir d'amore

Der Liebestrank wurde von Donizetti in unglaublicher Rekordzeit von nur zwei Wochen geschaffen: Entstanden ist eine der herzerwärmendsten und zugleich komischsten Liebesgeschichten der gesamten Opernliteratur.

Inhaltsangabe

Adina, Gutspächterin in einem eher abgelegenen Dorf, ist jung, reich - und belesen. Der mittellose Nemorino bewundert sie. Den Landleuten trägt sie eine rührende Version der Geschichte von Tristan und Isolde vor, findet sie aber reichlich komisch: Tristan, von Isolde ungeliebt, erhält von einem Wundermann einen Liebestrank, durch dessen Zauber Isoldens Herz bezwungen wird. Adina ist froh, dass es derlei Tränke nicht mehr gibt. Nemorino, der sie - obwohl er nicht erhört wird - innig liebt, hat aufmerksam zugehört. Sergeant Belcore rückt ein und bezieht mit seinen Soldaten Quartier. Adina gegenüber gibt er sich galant, fordert aber gleich auch ihre Liebe. Die kapriziöse Adina lässt sich indes nicht so leicht gewinnen. Nemorino gelingt es, neuerlich zu beteuern, wie sehr er Adina liebe. Sie jedoch weist ihn zurück, sagt, frei und ungebunden bleiben zu wollen. Da trifft unter einigem Aufhebens Dulcamara ein, der sich als weithin berühmter Wunderdoktor ausgibt und seine Mittel gegen alle nur erdenklichen Leiden anpreist. Die Landleute lassen sich beschwatzen. Schließlich fragt Nemorino den Quacksalber, ob er auch einen Liebestrank mit sich führe. Dulcamara durchschaut sofort die Lage und verkauft dem dankbaren Nemorino um dessen ganze Barschaft das begehrte Elixier. Dieses wirke erst nach 24 Stunden, meint vorsichtshalber Dulcamara; er hat dem ahnungslosen Nemorino nichts anderes als eine Flasche Bordeauxwein angedreht. Sogleich trinkt Nemorino davon, und seine Stimmung bessert sich merklich. Er gibt vor, an Adina desinteressiert zu sein. Nun möge sie um ihn werben. Diese plötzliche Sinnesumkehr ist Adina auch wieder nicht recht. Sie will herausfinden, ob Nemorinos Gefühle für sie tatsächlich erkaltet seien und erklärt kurzerhand, Belcore heiraten zu wollen, aber noch heute, da der Sergeant morgen früh weiterziehen müsse. Nemorino, vorerst noch - auf sein Elixier bauend - siegessicher gewesen, ist nun völlig verdattert. So hat er sich die Wirkung des Liebestranks nicht vorgestellt. Die Hochzeit wird vorbereitet. Dulcamara spielt mit Adina eine improvisierte venezianische Liebesszene. Der Notar erscheint mit dem Ehekontrakt, aber Adina will erst später unterzeichnen. Nemorino möchte von Dulcamara eine zweite Flasche des Wunderelixiers. Das ließe sich schon machen, falls Nemorino bezahlen könne, der aber besitzt keinen Heller mehr. In seiner Verzweiflung lässt er sich von Belcore als Soldat anwerben und beschafft sich für das erhaltene Handgeld sofort die zweite Flasche.

Der vermeintliche Liebestrank wirkt unerwartet schnell: Eine ganze Schar Mädchen umschmeichelt Nemorino. Das erstaunt ihn nicht sonderlich, hat er doch seinem Elixier bereits kräftigst zugesprochen. Allerdings ahnt er den wahren Hintergrund der wunderbaren Zuneigung nicht: Gianetta hat die bis dahin geheime Neuigkeit verbreitet, dass Nemorinos sehr begüteter Onkel gestorben sei und ihn als Alleinerben eingesetzt habe. Nemorino findet die Mädchengesellschaft äußerst angenehm. Adina ignoriert er, was deren Eifersucht weckt. Von Dulcamara erfährt sie, warum Nemorino sich hat anwerben lassen. Der Quacksalber bietet nun ihr den Liebestrank an. Sie aber lehnt ab, denn sie weiß ein besseres Mittel, um Nemorino, dem sie ja doch zugetan ist, zu gewinnen: ihre Augen. Nemorino glaubt, in Adinas Augen eine heimliche Träne gesehen zu haben. Liebt sie ihn etwa doch? Nach seiner schönen Romanze schenkt ihm Adina selbst Gewissheit: Sie gesteht ihm ihre Liebe und reicht ihm das Anwerbedekret zurück; sie hat Belcore das Handgeld zurückgezahlt und Nemorino freigekauft. Belcore findet seine Braut in den Armen eines anderen. Zwar ist er enttäuscht, aber er macht gute Miene zum bösen Spiel, denn für einen Soldaten wie ihn gäbe es Mädchen genug. Nemorino und Adina hören jetzt erst von der Erbschaft. Dulcamara nützt die Situation für sich. Er brüstet sich mit seiner Kunst, dank welcher Nemorino sowohl zu seinem Liebesglück, als auch zu Vermögen gekommen sei.​

Programm und Besetzung

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© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper

 

Öffentliche Verkehrsmittel


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Lokalbahn: Badner Bahn

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Mit dem Auto / Parken


Parken Sie 8 Stunden um € 6,-!
Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.

Ab Einfahrt in die Kärntnerringgarage können Sie 8 Stunden parken und zahlen nach Entwertung Ihres Tickets bei einem der Rabattiergeräte, die in der Wiener Staatsoper aufgestellt sind nur eine Pauschale von 6,- Euro. Die Rabattiergeräte befinden sich bei folgenden Garderoben: Operngasse, Herbert von Karajan-Platz, Balkon rechts und links sowie Galerie.

Wichtig: Um den Rabatt zu erhalten, bitte bei der Einfahrt ein Ticket ziehen und nicht die Kreditkarte verwenden!

Sie können mit Ihrem in der Wiener Staatsoper entwerteten Ticket dann bequem mit Kreditkarte oder Bargeld bei den Automaten bezahlen.

Die Automaten akzeptieren Münzen und Banknoten bis zu einer Höhe von 50.- Euro. Eine über 8 Stunden hinausgehende Parkdauer wird stundenweise zum Normaltarif verrechnet.

 

Geschichte

 

Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.

Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.

Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.

Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.

Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.

Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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© Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn
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