konrad BAYER & BAUER wolfgang

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Januar 1970
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Was haben Konrad Bayer und Wolfgang Bauer gemeinsam? Beide Schriftsteller verfassten experimentelle Texte, in denen sich widerständiges Denken und subversiver Humor, genaue Beobachtung und originelle Bilder, ungewöhnliche Assoziationen und hohe Sprachkunst miteinander verbinden. Beide hatten keinerlei Scheu davor, sich auf andere Bewusstseinsebenen zu begeben, ihre kompromisslosen Texte entstanden aus einem exzessiven Lebensstil.

 

Konrad Bayer (1932–1964), Wiener Dandy, literarischer Aktionist und intellektueller Provokateur, mischte mit seinen Freunden H.C. Artmann, Gerhard Rühm, Friedrich Achleitner und Oswald Wiener – unter dem Namen „Wiener Gruppe“ in die internationale Literaturgeschichte eingegangen – den kulturellen Mief der Nachkriegszeit auf.

 

Wolfgang Bauer (1941–2005), irritierender Jungdramatikerstar aus Graz mit internationalen Aufführungserfolgen, attackierte die bürgerliche Saturiertheit und kleinbürgerliche Engstirnigkeit und unterminierte den Wertekonservativismus der 1960er Jahre. Um ihn und Gunter Falk formierte sich die „Grazer Gruppe“, die ebenfalls Sprache und Wort-Laut in das Zentrum ihres Schreibens stellte.

Programm und Besetzung

Konrad Bayer Chansons und kosmisches Geknalle – Ein Konzert und eine Hommage an Bayers Sprachkunst und Stil
Paul Skrepek: Komposition, Kontragitarre, Gesang
Johanna Orsini-Rosenberg: Stimme
Emily Stewart: Violine
Marie Orsini-Rosenberg: Violoncello
Video von Angela Christlieb

 

Bauer to the people!
Wolfgang Bauer, Helmut Bohatsch & LSZ
Helmut Bohatsch: Stimme, Gesang
Hannes Löschel: E-Piano, Hammond, Komposition
Paul Skrepek: Schlagzeug, Komposition
Martin Zrost: Bass, Saxophon, Komposition

PORGY & BESS Jazzclub

Das Porgy & Bess (eigentlich Jazz- and Musicclub Porgy & Bess) ist ein Jazzclub in der Riemergasse 11 im 1. Bezirk von Wien. Der 1993 gegründete Club gilt „als wichtigster Jazzveranstalter und Szenetreffpunkt“ der österreichischen Hauptstadt.

Das Programm des Porgy & Bess spricht ein sehr großes Publikum an, etwa 70.000 Gäste im Jahr; entsprechend wird Jazz „sehr pluralistisch verstanden“, und im Programm „auch in Randbereiche, wie elektronische Musik, zeitgenössische Musik und Weltmusik, vorgedrungen.“  Neben zahlreichen internationalen Interpreten, insbesondere aus dem US-amerikanischen Raum, finden auch österreichische Musiker hier eine Auftrittsmöglichkeit. Der Club bietet auch die Bühne für Events, wie etwa die Verleihung des Austrian World Music Award.

Dem Musikwissenschaftler Christian Scheib zufolge ist das Porgy & Bess „gleichzeitig essenziell für die Weiterentwicklung der musikalischen (Jazz-)Wirklichkeit einer Stadt“ und braucht und verbraucht „als Stadtraum schlicht alltäglich Musik“. Es schaffe sich „durch künstlerische Vorlieben, akustische Qualität, Fassungsvermögen und realer Auslastung die notwendige Abgrenzung von anderen Clubs.“ Dabei erlauben die unterschiedlichen Bereiche des Jazzclubs – Bereich vor der Bühne mit Tischen, Galerie im oberen Stockwerk, ein seitlicher Bereich mit einer Bar am Tresen – unterschiedlich intensive Konzentration auf das Konzertgeschehen. Für die Jazzthetik ist das Porgy & Bess sogar ein „Traditionsclub.“

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