Greg Niemczuk

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Greg Niemczuk - Legendäre Klaviersonaten

Musik und Wort

 

In diesem außergewöhnlichen Recital bricht der Pianist bewusst mit den üblichen Konventionen des klassischen Konzertformats. Er greift zum Mikrofon, spricht mit dem Publikum, öffnet die Tür zu verborgenen Bedeutungen und lenkt die Aufmerksamkeit – manchmal sogar während des Spiels – auf musikalische Schlüsselmomente. Diese einzigartige Verbindung von Musik und Wort ermöglicht es, Meisterwerke nicht nur zu hören, sondern auch zu verstehen. Das Publikum erlebt die Sonaten nicht als Museumsstücke, sondern als lebendige, atmende Kunst – voller Emotionen, Dramatik und Menschlichkeit.

 

Vier legendäre Klaviersonaten stehen im Zentrum dieses Abends – Werke, die das Schicksal der Klaviermusik geprägt haben und deren Tiefgang unerschöpflich ist:

 

Mozarts Sonate A-Dur KV 331 entfaltet eine Welt aus Anmut, Eleganz und überraschender Kühnheit. Der berühmte „Türkische Marsch“ erscheint hier nicht als bloßer Ohrwurm, sondern als Teil eines raffiniert konstruierten musikalischen Kosmoses voller Witz und Charme.

 

Beethovens Sonate cis-Moll op. 27 Nr. 2, die sogenannte „Mondscheinsonate“, offenbart sich jenseits aller Klischees: als radikales, zutiefst persönliches Bekenntnis eines Komponisten am Rand einer neuen Epoche – voller innerer Spannung, Dunkelheit und eruptiver Kraft.

 

Chopins Sonate b-Moll op. 35 mit ihrem erschütternden Trauermarsch führt in existenzielle Tiefen. Hier begegnen wir dem Schmerz, der Einsamkeit und der unerbittlichen Wahrheit über Vergänglichkeit – Musik von erschreckender Ehrlichkeit und poetischer Größe.

 

Die monumentale Sonate h-Moll op. 58 schließlich zeigt Chopin als visionären Architekten großer Formen: leidenschaftlich, dramatisch, voller Kontraste und innerer Glut – ein Werk, das den Horizont sprengt und den Hörer bis an die Grenzen des Ausdrucks führt.

 

Dieser Abend ist mehr als ein Konzert.
Er ist eine Einladung, legendäre Werke neu zu hören, neu zu fühlen und neu zu verstehen.
Ein Erlebnis, das die Wahrnehmung dieser Musik nachhaltig verändert – und im Gedächtnis bleibt.
Ein Recital für alle, die Musik nicht nur hören, sondern begreifen wollen.

Programm und Besetzung

Grzegorz Niemczuk, Klavier

 

Programm

Ludwig van Beethoven - Sonate cis-moll op. 27/2 »Mondscheinsonate« (1801)

Frédéric Chopin - Sonate b-moll op. 35 (1839)

 

Pause

 

Wolfgang Amadeus Mozart - Alla Turca »Türkischer Marsch« (Sonate A-Dur K 300i) (1781–1783)

Frédéric Chopin - Sonate h-moll op. 58 (1844)

Wiener Konzerthaus

Das Wiener Konzerthaus genießt als Veranstaltungsort einen einzigartigen Ruf, der sich auf drei Verdienste gründet: Sich mit der Tradition lebendig auseinanderzusetzen, durch ein mutiges Programmangebot neue Publikumsschichten zu erschließen und offen zu sein für neue Entwicklungen. Diese Tugenden begleiten das Konzerthaus seit seinen Anfängen.Ein Haus für alle
Als man 1890 in Wien von einem zukünftigen Haus für Musikfeste träumte, plante man einen Mehrzweckbau, der breite Bevölkerungsschichten ansprechen sollte – im Unterschied zum traditionsreichen Musikverein.
Die erste Idee kam von dem Architekten Ludwig Baumann: Sein «Olympion» sollte Räume für Konzerte, Eislaufverein und Bicycleclub enthalten und in einer Freiluft-Arena insgesamt 40.000 Menschen Platz bieten. Der Plan zerschlug sich, sein Anliegen aber lebte fort, denn das Konzerthaus, dessen Bau im Dezember 1911 begann, wurde von demselben Ludwig Baumann gemeinsam mit den berühmten Theaterarchitekten Ferdinand Fellner und Hermann Gottlieb Helmer so angelegt, dass seine drei Säle (Großer Saal, Mozart-Saal und Schubert-Saal) gleichzeitig bespielt werden können, ohne dass die Veranstaltungen einander stören.

 

Zugang zu den Wiener Konzerthaus:

Öffentliche Verkehrsmittel
Kurzer Fußweg von der U4-Station Stadtpark: 10 min zu Fuß von der U4/U1 Karlsplatz Station, oder nehmen Sie den Bus 4A. 

Von der Straßenbahn-und Bushaltestellen am Schwarzenbergplatz, von D, 2 und 71 Straßenbahnen und Busse 4A 3A & abgerufen. Die 4a Bushaltestelle ist im Hotel Am Konzerthaus.

Taxi:
Die nächstgelegenen Taxistandplätze sind im Hotel Intercontinental in der Johannesgasse und im Hotel Am Konzerthaus am Heumarkt.

 

Großer Saal

 

Im Herzen des über 600 Räume umfassenden Gebäudes liegt der Große Saal, das Flaggschiff des Konzerthauses. Seine Architektur steht für großzügiges Raumgefühl und klassische Ausgewogenheit. Auf seiner Bühne fanden und finden jene unvergesslichen Augenblicke statt, die nur Musik zu schenken vermag. Künstler, Publikum und Raum verschmelzen hier zu einem vollendeten Dreiklang.


Weltberühmte Orchester, virtuose Solisten, große Dirigenten und legendäre Jazzmusiker: der über 1.800 Besucher fassende Große Konzerthaussaal ist ein idealer Ort für die unterschiedlichsten musikalischen Welten. Seit der umfassenden Generalsanierung im Jahr 1999 zeigt er sich in alt-neuem Glanz: Technik und Komfort wurden modernisiert, die vornehme Eleganz des Raumes jedoch blieb erhalten. Seine einzigartige Atmosphäre bündelt das weitgefächerte künstlerische Spektrum des Wiener Konzerthauses.

 

 

Mozart-Saal

Offen und zwanglos, freundlich und intim: eine unvergleichliche Ausstrahlung macht den Mozart-Saal zu einem Juwel des internationalen Musiklebens. Ideal für alle Arten der Kammermusik, vom Lautenrecital bis zum Liederabend, vom Streichquartett bis zum Kammerorchester, bietet er Raum für etwa 700 Besucher – gerade richtig, um die Atmosphäre zu schaffen, die für konzentrierte musikalische Erlebnisse notwendig ist.

Weltweiten Ruf genießt der Mozart-Saal wegen seiner einzigartigen Akustik. Diese Auszeichnung macht ihn zum erklärten Liebling führender Ensembles und Solisten – und zu einem gesuchten Ort für Tonaufnahmen. Im Zuge der Generalsanierung konnte auf dieses Bedürfnis reagiert werden: Wie alle übrigen Säle des Konzerthauses ist der Mozart-Saal direkt an ein Tonstudio und einen Regieraum angebunden. 

 

 

Schubert Hall

 

Ein festlicher Raum, das Idealbild eines musikalischen Salons: Die neuerliche Öffnung der Fensterfront im Zuge der Generalsanierung hat dem Schubert-Saal sein elegant-leichtes Flair wiedergegeben.

Mit etwa 320 Sitzplätzen ist er für kammermusikalische Veranstaltungen aller Farbgebungen genauso geeignet wie für Empfänge, Diners und anregende Vorträge. Die beliebten Mittagskonzerte sind hier gleichermaßen zu Hause wie jene Veranstaltungen, die vielversprechenden Nachwuchsmusikern erste Schritte auf einer professionellen Konzertbühne ermöglichen. So manche Musikerkarriere hat im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses ihren Anfang genommen.
 

Platzkapazität: 320
Auditorium: 240 m²
Podium: 50 m²

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