Fausts Verdammnis
Dezember 2026 | ||||||
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Fausts Verdammnis – Hector Berlioz | Oper
Dramatische Legende in vier Teilen
Text von Almire Gandonnière und Hector Berlioz
nach Johann Wolfgang von Goethe
Sprache: Französisch
Über die Produktion
Der Außenseiter Faust verliert die Lebensfreude und will sich das Leben nehmen. Mephisto erscheint und verspricht ihm Macht, Glück und Vergnügen.
Wie in einem fieberhaften Traum begibt sich Faust mit ihm auf die Suche nach Selbstverwirklichung. In einer Welt von Soldaten, Studenten und fantastischen Wesen entwickelt sich eine zerstörerische Beziehung zu Marguerite. Um sie zu retten, verkauft Faust seine Seele an Mephisto und stürzt in die Hölle, während Marguerite Erlösung findet.
Über die Musik
Berlioz war nur lose von Goethes Faust-Drama inspiriert, das er bereits in der populären französischen Prosaübersetzung von Gérard de Nerval in den 1820er Jahren gelesen hatte und mit großer Begeisterung 1829 für sein später zurückgezogenes Opus 1 Huit scènes de Faust vertonte. Berlioz griff einige dieser Kompositionen auf, wie Marguerites Lied Le roi de Thulé Der König von Thule, für die Vertonung von La Damnation de Faust.
Gut zu wissen
Die Konzertpremiere von La Damnation de Faust in Wien fand fast 160 Jahre auf den Tag genau vor der Premiere dieser Neuproduktion statt, am 16. Dezember 1866, unter der Leitung des Komponisten selbst und mit Beteiligung des Wiener Singvereins. In Lydia Steiers neuer Inszenierung erhält La Damnation de Faust ihre szenische Premiere an der Wiener Staatsoper.
Programm und Besetzung
Marguerite: Eve-Maud Hubeaux
Faust: John Osborn
Méphistophélès: Christian Van Horn
Brander: Simonas Strazdas
Musikalische Leitung: Bertrand de Billy
Inszenierung: Lydia Steier
Bühne: Barbara Ehnes
Kostüme: Ursula Kudrna
Licht: Olaf Freese
Video: Chris Kondek
Choreografie und Regiemitarbeit: Tabatha McFadyen
Dramaturgie: Laura Berman
Kampfmeister: Ran Arthur Braun
Wiener Staatsoper
Öffentliche Verkehrsmittel
U-Bahn: U1, U2, U4
Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
Autobus: 59A
Lokalbahn: Badner Bahn
Es befinden sich Taxistände in der Nähe.
Mit dem Auto / Parken
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Die Wiener Staatsoper und die ÖPARK-Kärntnerringgarage in der Mahlerstraße 8, unter den Ringstraßengalerien, bieten dem Publikum der Wiener Staatsoper eine vergünstigte Parkpauschale.
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Geschichte
Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.
Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.
Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.
Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.
Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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