Faust

Goethes Klassiker vom gelehrten Doktor Faust, der sich dem Teufel verbündet, ist die Tragödie des modernen Menschen, dessen Drang nach Expansion, Maximierung und Intensivierung in materiellen, emotionalen und erotischen Dingen keine Grenzen zu kennen scheint und sich an seiner eigenen Unerfüllbarkeit erschöpft. Seine Reise führt zu den Endpunkten unserer Zivilisation.

Programm und Besetzung

Faust: Werner Wölbern
Mephisto: Bibiana Beglau
Margarete: Andrea Wenzl
Baucis, Margaretes Mutter, Böser Geist: Barbara Petritsch
Frau Marthe: Alexandra Henkel
Wagner: Jörg Lichtenstein
Hexe: Marie-Luise Stockinger
Valentin: Daniel Jesch
Junger Mann: Max Gindorff
Philemon: Jürgen Stössinger
Flaneur der Nacht: Arthur Klemt
Pate: Robert Reinagl


Regie: Martin Kušej
Bühne: Aleksandar Deni¿
Kostüme: Heidi Hackl
Musik: Bert Wrede
Licht: Tobias Löffler
Dramaturgie: Angela Obst
Dramaturgische Mitarbeit: Albert Ostermaier

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Oktober 2019
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Burgtheater

Am 14. März 1741 überließ Kaiserin Maria Theresia dem Theaterunternehmer Selliers ein neben der Hofburg leerstehendes Ballhaus zur Verpachtung an Schauspielertruppen. Ihr Sohn Joseph II. stellte es 1776 per Dekret als "Teutsches Nationaltheater" unter die Administration des Hofes. Damit begann die Glanzzeit der deutschsprachigen Schauspielkunst in Wien. Seit 1794 trägt das Theater den Namen "K.K. Hoftheater nächst der Burg". Es erlebte eine erste Blütezeit unter Direktor Joseph Schreyvogel (von 1814 bis 1832), der sich besonders um die Pflege der Weimarer Klassik bemühte und Franz Grillparzer an die Burg holte. Ein wichtiger Reformator des Hauses wurde Heinrich Laube (künstlerischer Leiter von 1849 bis 1867). Mit seinem literarisch anspruchsvollen Spielplan kam ein grandioses Schauspielerensemble an die Burg. "Diese Schauspieler spielen ihre eigene Situation in dieser Stadt, die eine einzigartige, vollkommen scheinhafte und dabei großartige ist." (Hugo von Hofmannsthal). Das berühmte Ensemble war und ist die wichtigste Konstante des Theaters.

Nach 130 Jahren Spielbetrieb wurde am 14.10.1888 - nach vierzehnjähriger Bauzeit - das neue Theaterhaus von Gottfried Semper und Karl Hasenauer am Ring eröffnet. Als erster elektrisch beleuchteter Monumentalbau erregte das Gebäude beachtliches Aufsehen - wenngleich bühnentechnische und akustische Mängel auftraten, die erst 1897 beseitigt wurden. Das ehemalige Hoftheater wurde der Verwaltung des Staates übergeben. Obwohl das Haus seit 1919 einfach "Burgtheater" heißt, hat sich an seiner Stirnseite ebenso wie an der Rückseite die alte Aufschrift "K.K. Hofburgtheater" unversehrt erhalten.

By Thomas Ledl - Own work, ©
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