Ehrung für Roland Petit

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Mai 2021 Next
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"Einer von uns", ausgebildet an der Tanzschule der Pariser Oper, verließ Roland Petit bald darauf die Kompanie, um seinen gewählten Weg als Choreograf und Performer einzuschlagen. Mit seiner eigenen Kompanie feierte er seine ersten Erfolge, und er kehrte erst 1955 mit seiner Erstaufführung von Notre-Dame de Paris an die Pariser Oper zurück. Es folgten mehrere Jahre ununterbrochener, zum Teil stürmischer Zusammenarbeit mit neuen Werken und Neuproduktionen. Anlässlich seines zehnten Todestages ehrt das Ballett der Oper ihn mit drei seiner mythischen Werke: die schwefelhaltige Carmen, deren Erfolg 1949 Roland Petit und Zizi Jeanmaire zu internationalem Ruhm katapultierte; Le Jeune Homme et la Mort, ein verstörendes Duett um ein Libretto von Jean Cocteau und Le Rendez-vous nach einem Text von Prévert, mit Bühnenbildern von Brassaï, die das Paris der fünfziger Jahre wieder zum Leben erwecken. Drei Werke, die von dem sehr individuellen Markenzeichen des Choreografen zeugen: Theaterstücke, die um literarische Figuren herum konstruiert sind und einige der großen Künstler dieser Zeit auf derselben Bühne versammeln.

Programm und Besetzung

Le Jeune homme et la Mort

Musik : Johan Sebastian Bach - (Passacaille en do mineur, BWV 582)

Libretto : Jean Cocteau

Choreographie : Roland Petit

Dirigent : Pierre Dumoussaud

Bühnenbild : Georges Wakhévitch, Barbara Karinska

Lichtdesign : Jean-Michel Désiré


Carmen

Musik : Georges Bizet

Choreographie : Roland Petit

Dirigent : Pierre Dumoussaud

Vereinbarungen : G. Tommy Desserre

Bühnenbild : Antoni Clavé

Kostümentwurf : Antoni Clavé

Beleuchtung : Jean-Michel Désiré


Le rendez-vous

Zu einer Geschichte von Jacques Prévert

Musik : Joseph Kosma

Choreographie : Roland Petit

Dirigent : Pierre Dumoussaud

Bühnenbild : Brassaï

Kostümentwurf : Antoine Mayo

Beleuchtung : Jean-Michel Désiré

Bühnenvorhang : Pablo Picasso

Pariser Oper - Palais Garnier

Die Pariser Oper (offizieller Name: Opéra National de Paris) und ihre Vorgängerinstitute spielen durch stilprägende Uraufführungen eine bedeutende Rolle in der Operngeschichte. Die Institution der Opéra wurde immer als unabhängig von ihren wechselnden Aufführungsorten betrachtet. Vor der Französischen Revolution (seit 1669) hieß sie Académie Royale de musique und war in die Académie Royale eingegliedert.

Die Opéra war am Ende des 17. Jahrhunderts (ähnlich wie die Comédie-Française für das gesprochene Drama) das offizielle Theater des französischen Hofs. Im Unterschied zur Comédie-Française bekam die Opéra keine königlichen Subventionen und musste ihre Kosten zum Teil durch Vermietung ihrer Privilegien decken. Am Ende des 18. Jahrhunderts gesellte sich zu ihr die Opéra-Comique als Institution einer bürgerlichen Gegenkultur zur Opéra. Im 19. Jahrhundert zog sich der Adel von der Oper zurück, und als Gegengewicht zur aufstrebenden Gattung der Opéra comique entwickelte sich die Grand opéra als neue und ebenfalls bürgerliche Stütze der Opéra. Aus den Tanzeinlagen der Opern, die in Frankreich immer sehr wichtig waren, entwickelte sich hier das eigenständige Ballett. – Als „nationale“ Institution besteht die Opéra bis heute.

Die Opéra Garnier, auch Palais Garnier genannt, ist eines der zwei Pariser Opernhäuser, die der staatlichen Institution Opéra National de Paris unterstehen. Die Opéra Garnier wurde 1875 eröffnet und liegt am rechten Seineufer im 9. Bezirk. Ihren Namen verdankt sie ihrem Erbauer Charles Garnier. Seit der Eröffnung der Opéra Bastille im Jahre 1989 wird die Opéra Garnier hauptsächlich für Ballettaufführungen des hauseigenen Ballettensembles Ballet de l'Opéra de Paris genutzt, führt aber nach wie vor auch klassische Opern auf.

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