Die Meistersinger von Nürnberg
Mai 2027 | ||||||
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Die Meistersinger von Nürnberg – Richard Wagner | Oper
Oper in drei Aufzügen
Text: Richard Wagner
Sprache: Deutsch
Über das Werk
Hans Sachs, der angesehene Schuhmacher und Meistersinger, erkennt das Talent des jungen Ritters Walther von Stolzing, der um die Hand Evas wirbt.
Um sie zu gewinnen, muss Walther jedoch den strengen Regeln der Meistersinger genügen. Beim Sängerwettstreit droht er zu scheitern, doch Sachs unterstützt ihn klug. Mit einem neuartigen, inspirierten Lied überzeugt Walther schließlich die Zunft. Er gewinnt Eva, während Sachs für Maß, Kunst und Gemeinschaftssinn plädiert.
1. Aufzug - ca. 85 Minuten
Pause - ca. 30 Minuten
2. Aufzug - ca. 60 Minuten
Pause - ca. 30 Minuten
3. Aufzug - ca. 120 Minuten
Handlung
1. Aufzug
Schlussgesang eines Gottesdienstes am Vortag des Johannisfestes. Dem aus Franken gekommenen Ritter Walther von Stolzing gelingt es, Eva, die Tochter seines Gastgebers Veit Pogner, zu fragen, ob sie schon Braut sei.
Walther wird von Evas Amme Magdalene unterrichtet: Evas Hand sei dem Sieger des bevorstehenden Wettsingens der Meistersinger zugesagt. Das habe ihr Vater, der Goldschmied Pogner, beschlossen. Eva freilich ist jetzt schon dem fränkischen Ritter zugeneigt. Um die Geliebte zu erringen, beschließt Walther, an dem Wettsingen teilzunehmen. Bei den Vorbereitungen zu einer Zusammenkunft der Meister schildert David, Lehrbub des Schusters Hans Sachs, dem jungen Ritter die Schwierigkeiten der Tabulatur.
Stolzing ist von dem komplizierten Regelsystem der Meister verwirrt. Dennoch traut er sich zu, die vorgeschriebenen Stufen zum Meistergrad zu überspringen und am selben Tag noch Meister zu werden. Pogner gibt nun den Meistern bekannt, dass er seine Tochter und sein Vermögen als Preis im Sängerwettstreit bestimmt habe, und empfiehlt, den Ritter Stolzing zur Teilnahme zuzulassen.
Der Vorschlag von Sachs, bei dem Wettsingen auch das Volk mitentscheiden zu lassen, wird abgelehnt, auch vom Stadtschreiber Beckmesser, der sich Hoffnungen auf Eva macht und zunächst im populären Hans Sachs einen Nebenbuhler vermutet. Bald jedoch richtet sich sein Misstrauen gegen Walther von Stolzing. Bei dem Probelied, das dieser vorsingen darf, waltet Beckmesser nachdrücklich seines der Sicht entzogenen Amtes als Fehler ankreidender »Merker«. Walther hat sein Lied, unbekümmert um die Meisterregel, vorgetragen. So fällt es Beckmesser leicht, den vermutlichen Konkurrenten auszuschalten: Der Junker hat »versungen und vertan«. Nur Hans Sachs erkennt den Kunstwert des für die Meister ungewohnten Liedes von Walther.
2. Aufzug
Magdalene erfährt von David, den sie ins Herz geschlossen hat, dass der Ritter Walther beim Vorsingen versagt habe. Eva hört durch Magdalene von diesem Missgeschick.
Hans Sachs beschließt, trotz der Abendstunde vor seinem Haus weiterzuarbeiten. Er überdenkt die Ereignisse des Tages. Eva will sich bei ihm Rat und Hilfe holen. Wohl um sie zu prüfen, stellt sich Sachs nun in der Angelegenheit Walthers auf die Seite der Meistersinger. Sie reagiert zornig, und Sachs erkennt ihre wahre Zuneigung. Vielleicht wäre er selber Eva als Freier willkommen gewesen, vielleicht hatte auch er einmal daran gedacht, um Evas Hand anzuhalten. Das aber ist nun vorbei. Eva erfährt von Magdalene, dass Beckmesser ihr ein Ständchen geben möchte, will aber auf keinen Fall am Fenster erscheinen. Magdalene soll dies in Evas Kleidern besorgen. Denn sie selbst hat nun ein Stelldichein mit Walther, der, empört über die Meistersinger, die Geliebte dazu überredet, mit ihm zu fliehen. Sachs hat diesen Plan belauscht. Da er den beiden jungen Leuten wohlgesinnt ist, plant er, die unbedachte Flucht zu verhindern.
Da kommt auch schon Beckmesser und versucht, sein Ständchen anzubringen. Er wird jedoch dabei von Sachs empfindlich gestört. So, wie Beckmesser Walther von Stolzings Fehler gegen die Regel als Merker durch Kreidestriche anzeigte, merkt jetzt Sachs, der im Freien Beckmessers Schuhe besohlt, die Fehler des Stadtschreibers durch Hammerschläge auf dieselben an. David erkennt Magdalene, die dieser »Serenade« in Evas Kleidern lauscht. Er fällt eifersüchtig über Beckmesser her, ihn für einen Nebenbuhler haltend. Der Lärm lockt die Nachbarschaft an, und es entwickelt sich eine allgemeine Prügelei, in deren Verlauf Sachs Eva in das Haus ihres Vaters weist und den jungen Ritter in sein eigenes Heim aufnimmt.
3. Aufzug
Sachs grübelt. Überall findet er »Wahn«. David, der wegen der nächtlichen Schlägerei ein schlechtes Gewissen hat, sagt seinen Spruch zum Johannistag auf und gratuliert dem Meister zu dessen Namenstag.
Walther von Stolzing erzählt von einem wundersamen Traum und bringt ihn auf Sachsens Anraten in Verse. Sachs schreibt zwei Strophen des Gedichts mit und lässt das Blatt auf dem Tisch liegen. Beckmesser, reichlich verstört durch den Misserfolg in der vergangenen Nacht, steckt das Blatt, auf welchem er Sachsens Wettbewerbsbeitrag zum Preissingen zu erkennen glaubt, heimlich ein. Damit Beckmesser nicht als Dieb dastehe schenkt ihm Sachs das Papier und schwört ihm, niemals die Autorenschaft des Liedes beanspruchen zu wollen. Beckmesser schöpft neue Hoffnung auf einen Erfolg beim Preissingen. Eva kommt, um sich Gewissheit zu verschaffen. Sie wird ihr durch die dritte Strophe von Walthers neuem Lied zuteil. Sachs tauft nach altem Meistersingerbrauch Stolzings Preislied mit dem Namen »selige Morgentraum-Deutweise«. Dann schlägt er David zum Gesellen, worüber sich auch Magdalene sehr freut.
Programm und Besetzung
Hans Sachs, Schuster: Michael Volle
Veit Pogner, Goldschmied: Christof Fischesser
Sixtus Beckmesser, Schreiber: Michael Nagy
Walther von Stolzing, ein junger Ritter aus Franken: Eric Cutler
David, Sachsens Lehrbube: Daniel Jenz
Eva, Pogners Tochter: Hanna-Elisabeth Müller
Musikalische Leitung: Axel Kober
Inszenierung: Keith Warner
Bühne: Boris Kudlička
Kostüme: Kaspar Glarner
Licht: John Bishop
Video: Akhila Krishnan
Choreografie: Karl Alfred Schreiner
Regiemitarbeit: Katharina Kastening
Wiener Staatsoper
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Straßenbahnen: 1, 2, D, 62, 65
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Geschichte
Geplant wurde das Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler wirkten mit. Etwa Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.
Am 25. Mai 1869 wurde das Haus mit Mozarts DON JUAN in Anwesenheit von Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth feierlich eröffnet.
Mit der künstlerischen Ausstrahlung unter den ersten Direktoren Franz von Dingelstedt, Johann Herbeck, Franz Jauner und Wilhelm Jahn wuchs jedoch auch die Popularität des Bauwerkes. Einen ersten Höhepunkt erlebte die Wiener Oper unter dem Direktor Gustav Mahler, der das veraltete Aufführungssystem von Grund auf erneuerte, Präzision und Ensemblegeist stärkte und auch bedeutende bildende Künstler (darunter Alfred Roller) zur Formung der neuen Bühnenästhetik heranzog.
Ein dunkles Kapitel in der Geschichte des Hauses sind die Jahre von 1938 bis 1945, als im Nationalsozialismus viele Mitglieder des Hauses verfolgt, vertrieben und ermordet wurden, zahlreiche Werke nicht mehr gespielt werden durften.
Am 12. März 1945 wurde das Haus am Ring durch Bombentreffer weitgehend verwüstet, doch bereits am 1. Mai 1945 wurde die "Staatsoper in der Volksoper" mit einer Aufführung von Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO eröffnet, am 6. Oktober 1945 folgte die Wiedereröffnung des in aller Eile restaurierten Theaters an der Wien mit Beethovens FIDELIO. Damit gab es für die nächsten zehn Jahre zwei Spielstätten, während das eigentliche Stammhaus mit großem Aufwand wiedererrichtet wurde.
Schon am 24. Mai 1945 hatte der Staatssekretär für öffentliche Bauten, Ing. Julius Raab, den Wiederaufbau der Wiener Staatsoper verkündet. Nur die Hauptfassade, die Feststiege und das Schwindfoyer waren von den Bomben verschont geblieben - mit neuem Zuschauerraum und modernisierter Technik wurde die Wiener Staatsoper glanzvoll mit Beethovens FIDELIO unter Karl Böhm am 5. November 1955 wiedereröffnet. Die Eröffnungsfeierlichkeiten wurden vom Österreichischen Fernsehen übertragen und in der ganzen Welt zugleich als Lebenszeichen der neuerstandenen 2. Republik verstanden.
Heute gilt die Wiener Staatsoper als eines der wichtigsten Opernhäuser der Welt, vor allem als das Haus mit dem größten Repertoire. Direktor ist seit 1. September 2010 Dominique Meyer.

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