Der Troubadour
Juli 2026 | ||||||
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Il trovatore von Giuseppe Verdi
Lyrisches Drama in vier Teilen von Salvatore Cammarano.
Uraufführung: Rom, Teatro Apollo, 19. Januar 1853.
Vor dem Hintergrund des Spaniens des 15. Jahrhunderts erzählt das Werk von der tragischen Rivalität zwischen dem Grafen von Luna und dem Troubadour Manrico um die Liebe der Hofdame Leonora, während die alte Zigeunerin Azucena, Manricos Adoptivmutter, das tragische Geheimnis verbirgt, das diesen Kampf voller Wendungen, Schlachten und dramatischer Überraschungen noch grausamer macht: Manrico ist in Wahrheit der Sohn des Grafen. Die Oper endet mit dem Tod der beiden jungen Liebenden und dem Leid des Grafen von Luna und Azucenas.
Mit der Wiederaufnahme der erfolgreichen Inszenierung des mexikanischen Regisseurs Francisco Negrin und unter der musikalischen Leitung von Dmitri Jurowski kehrt das Werk zurück, das Verdis Trilogia Popolare eröffnete. Die Besetzung vereint hochinteressante Stimmen, darunter der gefeierte italienische Tenor Piero Pretti als Manrico, der kultivierte Bariton Franco Vassallo als Graf von Luna, die aus den Marken stammende Sopranistin Marta Torbidoni als Leonora sowie die junge Sofia Petrovich als Azucena, eine Künstlerin im steten Aufstieg nach bedeutenden Debüts an der Opéra de Paris.
Handlung
Erster Akt – Il duello (Das Duell)
1. Bild In der Vorhalle des Schlosses von Aliaferia lagern müde die Wachsoldaten. Um sie munter zu halten, erzählt ihnen Hauptmann Ferrando eine Episode aus der jüngeren Geschichte des Grafenhauses: Der Vater des jetzigen Grafen von Luna hatte zwei Söhne. Der jüngere mit Namen Garcia soll das Opfer von Zauberkünsten einer Zigeunerin geworden sein, die deshalb zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt wurde. Aus Rache habe deren Tochter den jungen Grafensohn geraubt und den Flammen überantwortet. In der Asche der Mutter fand man später die verkohlte Leiche eines Kindes. Der alte Graf sei überzeugt gewesen, so Ferrando, dass sein jüngerer Sohn noch lebe, und habe vor seinem Tod den älteren Sohn mit der Suche nach dem Bruder und der Tochter der Zigeunerin beauftragt.
2. Bild Am Abend gesteht Leonora ihrer Freundin Ines im Park des Schlosses ihre Liebe zu dem Troubadour Manrico. Auch der Graf von Luna wirbt um die Gunst Leonoras. Diese hört in der Ferne Manrico ein Lied singen und will zu ihm eilen – findet sich jedoch in den Armen des Grafen wieder, den sie im Dunkeln für Manrico gehalten hatte. Als dieser erscheint, erkennen beide Männer, dass sie nicht nur Rivalen in der Liebe, sondern zugleich politische Widersacher sind: Manrico steht auf Seiten des rebellischen Herzogs von Urgel. Leonora kann das Duell der beiden nicht verhindern.
Zweiter Akt – La gitana (Die Zigeunerin)
1. Bild Die Zigeuner sind nach einer Schlacht in ihr Lager zurückgekehrt. Dort wird Azucena von der Vision des grausamen Feuertodes ihrer Mutter verfolgt. Sie gesteht in einer plötzlichen Aufwallung ihrem Adoptivsohn Manrico, dass sie damals in der Erregung versehentlich den eigenen, leiblichen Sohn dem Feuer übergeben habe, weicht aber den weiterforschenden Fragen Manricos über dessen wahre Herkunft aus. Manrico versteht aber, dass er nicht ihr leiblicher Sohn ist. Azucena kann nicht verstehen, dass Manrico den im Duell unterlegenen Grafen von Luna nicht getötet hat, der ihn – auch aus politischen Gründen – weiterhin verfolgt. Ein Bote meldet Manrico dessen Ernennung zum Kommandanten und berichtet von Leonoras Entschluss, ins Kloster zu gehen, da sie vom angeblichen Tod des Geliebten auf dem Schlachtfeld erfahren habe. Manrico eilt zu ihr, um sie von diesem Entschluss abzuhalten, obwohl ihn Azucena zurückhalten will, weil sie ihn nach dem Duell noch als geschwächt ansieht und um sein Leben fürchtet.
2. Bild Als Graf von Luna (Manricos Feind und Rivale) Leonora mit Hilfe seiner Mannen entführen will, kann Manrico dies gerade noch rechtzeitig mit seinen Gefolgsleuten verhindern. Luna schwört Manrico Rache.
Dritter Akt – Il figlio della zingara (Der Sohn der Zigeunerin)
1. Bild Im Kriegslager des Grafen von Luna herrscht Angriffsstimmung. Manrico und Leonora befinden sich auf der nahe gelegenen Festung Castellor, die gegen Lunas Heer verteidigt werden soll. Azucena ist gefangengenommen worden, und Hauptmann Ferrando erkennt in ihr die Zigeunerin wieder, die damals Lunas jüngeren Bruder geraubt hatte. Azucena soll auf dem Scheiterhaufen verbrannt werden.
2. Bild Eingeschlossen auf Castellor wollen sich Leonora und Manrico trauen lassen. Da meldet Ruiz die Gefangennahme Azucenas. Um die Mutter zu retten, befiehlt Manrico einen Überfall auf das gegnerische Lager.
Vierter Akt – Il supplizio (Das Hochgericht)
1. Bild Lunas Partei hat gesiegt. Manrico ist mit seinem Angriff gescheitert und in Gefangenschaft geraten. Er erwartet im Kerker des Schlosses Aliaferia – im Schloss von Aliaferia zeigt man heute noch den Turm des Troubadours – zusammen mit Azucena die Hinrichtung. Leonora konnte fliehen. Um den Geliebten zu retten, gibt sie den Liebeserklärungen des Grafen zwar nach, doch hat sie heimlich Gift genommen.
2. Bild Sie kann Manrico noch die Nachricht von seiner Befreiung überbringen. Aber er weist diese Hoffnung zurück, da Leonora nicht mit ihm kommen will und er sich nun von ihr verraten glaubt. Erst als sie ihm ihr Verhalten erklärt und dann sterbend zusammenbricht, erkennt er ihre Treue. Als Graf Luna die tote Leonora sieht, lässt er, rasend vor Wut, Manrico zur Hinrichtung führen. Azucena, die von Luna gezwungen wird, diesen Akt mitanzusehen, schleudert ihm entgegen: „Er war dein Bruder!“, und bricht zusammen. Manrico war der geraubte Sohn des Grafen, Lunas jüngerer Bruder.
Programm und Besetzung
Regie – Francisco Negrin
Musikalische Leitung – Dmitri Jurowski
Manrico – Piero Pretti
Graf von Luna – Franco Vassallo
Leonora – Marta Torbidoni
Azucena – Sofia Petrovich
FORM – Orchestra Filarmonica Marchigiana
Coro Lirico Marchigiano Vincenzo Bellini
Chorleiter – Christian Starinieri
Macerata Sferisterio
Das Macerata Sferisterio ist eines der bekanntesten Freilufttheater Italiens, gelegen in der charmanten Stadt Macerata in der Region Marken. Dieses atemberaubende Amphitheater wurde ursprünglich im 19. Jahrhundert als Sportarena erbaut, hat sich jedoch seitdem einen Ruf als Gastgeber von erstklassigen kulturellen und künstlerischen Veranstaltungen erarbeitet, insbesondere von Opernaufführungen.
Das Sferisterio ist bekannt für seine außergewöhnliche Akustik und historische Bedeutung. Es bietet Platz für über 2.000 Zuschauer und ermöglicht ein wirklich einzigartiges Erlebnis für jeden Besucher. Die Freiluftstruktur des Veranstaltungsortes erlaubt es den Gästen, atemberaubende Ausblicke auf die umliegende Landschaft zu genießen, während sie einige der besten Live-Aufführungen in Italien erleben. Das Sferisterio ist zudem Heimat des renommierten Sferisterio Opera Festivals, das jeden Sommer stattfindet und internationales Publikum anzieht.
Der Zugang zum Macerata Sferisterio ist einfach. Die Stadt Macerata ist gut mit dem Zug und dem Bus verbunden, mit regelmäßigen Verbindungen aus großen Städten wie Ancona, Bologna und Rom. Der nächste Bahnhof, Stazione di Macerata, ist nur einen kurzen Spaziergang vom Veranstaltungsort entfernt, was ihn für Reisende sehr gut erreichbar macht. Für diejenigen, die mit dem Auto anreisen, gibt es mehrere Parkmöglichkeiten rund um das Sferisterio, und die Stadt ist gut an das Straßennetz angebunden.
Das Sferisterio selbst ist ein prächtiges Gebäude, das klassische und moderne architektonische Elemente vereint. Besucher können die Umgebung erkunden, die üppige Gärten und einen malerischen Platz umfasst, der perfekt ist, um die Atmosphäre vor oder nach einer Aufführung zu genießen. Das Sferisterio bietet eine Vielzahl von Sitzplätzen, darunter reservierte Plätze in den vorderen und oberen Bereichen sowie Stehplätze für diejenigen, die ein eher informelles Erlebnis bevorzugen.
Wenn Sie eine Veranstaltung im Macerata Sferisterio besuchen, sollten Sie frühzeitig anreisen, um die schöne Umgebung und Atmosphäre zu genießen. Die einzigartige Geschichte und der Standort des Veranstaltungsorts machen ihn zu einem Muss für jeden Kulturinteressierten.

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